Basketball

Alba besiegt den Tabellenletzten - gerade so

Alba hat nach drei Niederlagen in Folge endlich wieder gesiegt. Mit 78:69 Punkten gewann der Basketballmeister beim Tabellenletzten Eisbären Bremerhaven. Sportdirektor Henning Harnisch war einfach nur erleichtert.

Am Ende war Henning Harnisch einfach erleichtert über den ersten Sieg nach drei Niederlagen und den folgenden zehn Tagen Pause. 78:69 (42:33) hatte der deutsche Basketball-Meister Alba Berlin beim Bundesliga-Letzten Eisbären Bremerhaven gewonnen, hätte dabei allerdings fast eine 23-Punkte-Führung verspielt. „Wichtig ist es, mit einem Sieg in die kommende Woche zu gehen“, sagte der Alba-Sportdirektor. Die Woche hat es in sich: Am Donnerstag ist in der Europaliga der FC Barcelona zu Gast in der O2 World. Und am Wochenende wollen die Berliner bei der deutschen Pokalendrunde in Hamburg den ersten Titel in dieser Saison gewinnen.

Dazu wird es einer Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel an der Nordseeküste bedürfen. Der Aufreger der ersten Halbzeit war eine Szene in der zwölften Minute. Berlins Spielmacher Rashad Wright bekam ein Unsportliches Foul angeschrieben, reklamierte und bekam zusätzlich ein Technisches Foul. Als Trainer Luka Pavicevic verärgert eine Erklärung forderte, kassierte auch er ein Technisches Foul. Ergebnis der unnötigen Situation: Die Eisbären machten aus einem 16:22 ein 27:24, ehe die Gäste ihren Rhythmus wiederfanden und von nun an scheinbar souverän einem klaren Erfolg entgegensteuerten.

Letzte Wende durch Dojcin

relatedlinksZumindest sah es beim 61:38 in der 27. Minute danach aus. Doch nicht zum ersten Mal in dieser Saison verlor Alba die Kontrolle – weil Bremerhaven aus der Distanz plötzlich fast jeden Wurf verwandelte und die Berliner Offensive andererseits mit einer Zonenverteidigung völlig aus dem Spiel brachte. „Es sah ein bisschen so aus, als hätten wir sie unnötig noch einmal herankommen lassen“, gab Harnisch zu, „Respekt für diese Aufholjagd, aber am Ende haben wir ja gezeigt, dass wir immer die richtige Antwort parat hatten.“

Bis auf 67:69 (36. Minute) waren die Eisbären herangekommen, der Favorit wankte bedenklich, ehe ein Dreipunktewurf von Dragan Dojcin die letzte Wende im Spiel einleitete. Alba übernahm wieder die Kontrolle, und die Distanzwürfe der Gastgeber, die zuvor so zuverlässig ihr Ziel gefunden hatten, wollten nun nicht mehr in den Berliner Korb fallen. Aleksandar Nadjfeji (16 Punkte/6 Rebounds) und Immanuel McElroy (13/9) führten ihre Mannschaft schließlich noch zu einem klaren Sieg, der Alba auf Rang vier der Bundesliga beförderte. „Wir haben gewonnen und jetzt eine positive Auswärtsbilanz“, schloss Harnisch, „das sind die positiven Fakten dieses Spiels.“ Mehr aber auch nicht. 