EM

Hitzewelle macht Athleten zu schaffen

Für Dienstag und Mittwoch sind bei der Leichtathletik-EM Temperaturen von über 35 Grad Celsius angesagt.

Die Athleten müssen mit der Hitze in Berlin umgehen

Die Athleten müssen mit der Hitze in Berlin umgehen

Foto: pa

Die anhaltende Hitzewelle macht auch den deutschen Athleten zum Start der Leichtathletik-EM in Berlin zu schaffen. Für Dienstag und Mittwoch sind Temperaturen von über 35 Grad Celsius angesagt. "Das ist eine besondere Situation. Gleichzeitig kann man sich anpassen", sagte Idriss Gonschinska, Leitender Direktor Sport beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV).

"Klebst du schon?"

"In Kienbaum ging tatsächlich die Frage um: Schwitzt du noch oder klebst du schon? Das hat es ziemlich treffend beschrieben", erzählte Kugelstoßerin Christina Schwanitz über die Hitze im Vorbereitungslager. Schwanitz tritt am Dienstag in der Qualifikation an und will am Mittwoch ihren dritten EM-Sieg in Folge holen.

"An Hitze kann und muss man sich anpassen. Wir haben mit den Medizinern und Trainern versucht, uns entsprechend vorzubereiten", berichtete Gonschinska. So wurde unter Hitze trainiert, gleichzeitig achtete man auf eine adäquate Flüssigkeitszufuhr.

Für die Geher-Wettbewerbe am Dienstagmorgen erwartet Gonschinska einen starken Einfluss der Hitze. "Die Strecke über 50 Kilometer ist unheimlich hart. Nicht alle Athleten sind unter Hitzebedingungen vergleichbar leistungsfähig", meinte der DLV-Direktor: "Man kann versuchen, sich anzupassen. Gerade bei den Gehern werden wir den ein oder anderen Athleten erleben, der das nicht so optimal kann."

Die Läufer nahmen die Wettervorhersage eher gelassen zur Kenntnis

"Ich glaube, ich kann für alle Sprinter sprechen, dass wir es generell lieber warm als kalt mögen. Klar, ab einer gewissen Hitze ist es auch ein bisschen hart, aber ich persönlich habe keine Probleme damit. Alle haben ja die gleichen Bedingungen", sagte 400-m-Läufer Johannes Trefz (München).

Ähnlich bewertete man die Bedingungen bei den Läuferinnen. "Wir konnten uns schon letzte Woche an die heißen Temperaturen gewöhnen. Jeder hat auch ein bisschen versucht, zu der Wettkampfzeit zu trainieren, auch wenn es in der Mittagshitze war. Deshalb sind wir alle gut vorbereitet", sagte 800-m-Läuferin Christina Hering (München).

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