Leichtathletik

Nach Robert auch Julia Harting von Verletzung gestoppt

Die Diskuswerferin verletzte sich einen Hüftmuskel im Oberschenkel. Trotzdem peilt sie im Mai den ersten Sieg an.

Julia ist seit September 2016 mit Robert Harting verheiratet

Julia ist seit September 2016 mit Robert Harting verheiratet

Foto: pa

Berlin. Nicht nur Robert Harting quält sich mit einer Verletzung herum, auch seine Frau Julia hat es jetzt erwischt. Während eines Trainingslagers in den USA hat sich die EM-Zweite von 2016 im Diskuswerfen einen Muskelfaserriss zugezogen, der sie zu einer kurzen Pause zwang. „Allerdings nur einen ganz kleinen“, sagt die Berlinerin, „im Vergleich zu Roberts Verletzung ist meine lapidar.“ Der dreimalige Weltmeister hat nach einem Riss der Quadrizepssehne im rechten Knie seine Medaillenträume bei der Europameisterschaft Anfang August in Berlin abgehakt.

Nicht so Julia Harting. Der Musculus obturator externus ist betroffen, einer der Hüftmuskeln am Oberschenkel. „Ich wusste vor der Verletzung gar nicht, dass es ihn gibt“, gibt sie zu, „es ist ein eher kleiner Muskel.“ Schon im nächsten Trainingslager in wenigen Tagen in Portugal will sie wieder werfen. Ihren Saisoneinstieg plant die deutsche Meisterin von 2017 noch im Mai.

Ihr großes Ziel ist die EM in Berlin. Wobei die Teilnahme allein ihr nicht genügen würde. „Ich bin bereit für eine Medaille“, sagt Julia Harting, „es reicht mir nicht mehr, mit einer guten Leistung Fünfte zu werden, so wie bei der WM 2015 – ich will ganz oben stehen.“ Bei den letzten beiden großen Wettkämpfen, den Olympischen Spielen 2016 in Rio und der WM 2017 in London, hatte sie den Endkampf jeweils verpasst.

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