Leichtathletik

Sprint-Show mit Gina Lückenkemper bei „Berlin fliegt“

Sechs Nationen messen sich beim Leichtathletik-Spektakel „Berlin fliegt“ am Brandenburger Tor im Weitsprung, Stabhochsprung und Sprint.

Gina Lückenkemper (r.) feiert ihre Premiere bei „Berlin fliegt“, dann allerdings allein und über nur 30 Meter

Gina Lückenkemper (r.) feiert ihre Premiere bei „Berlin fliegt“, dann allerdings allein und über nur 30 Meter

Foto: Bernd Thissen / dpa

Berlin.  „Es wird saucool, dort laufen zu können." Gina Lückenkemper freut sich auf ihre Premiere bei „Berlin fliegt“ an diesem Sonnabend (18 Uhr/ARD) am Brandenburger Tor. Die 20-Jährige von der LG Olympia Dortmund fliegt zwar nicht so wie Stabhochspringer und Weitspringerinnen, die ebenfalls bei diesem Sechs-Länder-Vergleich antreten. Aber sie ist die erste Deutsche seit 26 Jahren, die über 100 Meter unter elf Sekunden blieb (10,95 bei der WM in London).

In jeder Disziplin gibt es vier Versuche pro Athlet

Der Wettbewerb soll Appetit auf die Leichtathletik im Allgemeinen und die Europameisterschaften in Berlin im nächsten Jahr im Speziellen machen. Er ist nicht vergleichbar mit anderen Meetings. Die Sprints gegen die Konkurrenz aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien führen nur über 30 Meter, werden aber vier Mal absolviert, ebenso wie die Sprünge. Das deutsche Team komplettieren die Berlinerin Melanie Bauschke und der Leverkusener Karsten Dilla. Die Stars sind Stabhochsprung-Weltmeister Sam Kendricks und Weitsprung-Olympiasiegerin Tianna Bartoletta (beide USA). Die Amerikaner werden schwer zu schlagen sein.

Es ist die siebte Auflage von „Berlin fliegt“, fünf Mal gewann Deutschland den Wettbewerb, der nicht nur in einem sehr ungewöhnlichen Modus ausgetragen wird. Er verändert sich auch: Begonnen wurde 2011 mit Weitsprung der Frauen und Männer sowie Stabhochsprung der Männer. Vergangenes Jahr ersetzten erstmals Sprinter die Weitspringer, diesmal sind es die Sprinterinnen, was nicht zuletzt an der enorm populären Gina Lückenkemper liegt.

Leichtathletik sucht den Weg in die Städte

Die Sportart versucht, den Fans entgegenzukommen und neue zu gewinnen. „Wichtig ist es zu zeigen, dass die Leichtathletik nicht nur in den Stadien zu Hause ist, sondern auch in den Zentren der Städte“, sagt Clemens Prokop, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Zuschauen kann vor dem Brandenburger Tor jeder, der vorbeikommt, bis die Tribüne gefüllt ist. Der Eintritt ist frei.