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Umweltschutz

Berliner Wasser schmeckt nach Zukunft

Foto: Anthro-Media, Berliner Wasserbetriebe

Urbane Zentren benötigen eine moderne, innovative und leistungsstarke Infrastruktur. Die Trinkwasserversorgung, die Wasserqualität und die Abwasserentsorgung tragen in hohem Maß zur Lebensqualität bei. Deshalb sind Städte und Kommunen auf das Engagement der Versorger bei der Entwicklung neuer Technologien und Verfahren angewiesen. Ressourcenschonende Wasserversorgung und Abwasserreinigung spielen dabei eine wesentliche Rolle - ebenso wie eine nachhaltige Umwelt- und Energiepolitik.

Kostbares Wasser kommt nicht nur aus dem Boden – sondern auch vom Himmel. Ein innovativer Ansatz ist hier das „Schwammstadt“-Prinzip. So untersuchte das erfolgreiche Forschungsprojekt KURAS das Zusammenwirken von dezentralem Regenwassermanagement und zentraler Abwasserentsorgung und wie Wasser zum Hitzeschutz und Steuerung des Mikroklimas in der Stadt genutzt werden kann.

Regen auf den richtigen Wegen

Herzstück des zukunftsweisenden Regenmanagements soll das zentral gesteuerte Abwassersystem LISA werden. Da die Stadtentwickler der Berliner Wasserbetriebe Regenwasser als Ressource verstehen, soll es künftig weniger in der Kanalisation versickern, sondern in Rückhaltebecken und Grünanlagen gespeichert werden. Bei der Planung von Neubauten setzt Berlin bereits auf das intelligente Regenmanagement.

Klimaneutral bis 2050

Auch bei der eigenen Klimabilanz steht das Unternehmen vorbildlich da. Seit 1990 haben die Wasserbetriebe ihren CO2-Ausstoß um die Hälfte verringert. Heute erzeugen sie 70 Prozent des Stroms für den Betrieb ihrer Klärwerke und 22 Prozent ihres gesamten Energiebedarfs aus eigener Kraft.

Dazu bauen die Berliner Wasserbetriebe Windkraftanlagen, Blockheizkraftwerke, Mikrogasturbinen, Photovoltaikanlagen und ihre eigene E-Fahrzeugflotte stetig aus. Und mit der 2016 unterzeichneten Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin, verpflichtet sich das Unternehmen zu vielen weiteren ambitionierten Maßnahmen, um Berlin auf seinem Weg zur Klimaneutralität im Jahr 2050 zu unterstützen.

Auf dem Weg zu diesem ehrgeizigen Ziel ist die sinnvolle Verwertung von Klärschlamm eine der größten Chancen. Allein im Jahr 2016 fielen davon rund 324.000 Tonnen an, und machen damit rund zwei Drittel des gesamten Abfalls des Unternehmens aus. Der Schlamm besteht aus Fest- und Flüssigstoffen, die in der Natur nichts zu suchen haben, die aber an anderer Stelle sehr nützlich sind – etwa als Energiespender für den Betrieb der Klärwerke.

Kleiner Schatz mit großer Wirkung

Damit nicht genug. Der Klärschlamm bietet einen weiteren Mehrwert. Die Berliner Wasserbetriebe gewinnen seit 2010 Phosphor aus Klärschlamm zurück, und zwar in Form von Magnesium-Ammonium-Phosphat (MAP), einem hochwertigen mineralischen Pflanzendünger namens „Berliner Pflanze“. Im Jahr 2015 wurde diese patentierte Lösung sogar mit dem GreenTec Award ausgezeichnet, Europas größtem Umwelttechnologiepreis.

Eigentlich sollte MAP bloß aus dem Klärwerkskreislauf entfernt werden, um das Zusetzen von Rohren und Pumpen zu vermeiden. Dabei haben die Experten der Wasserbetriebe aber schnell gemerkt, dass damit nicht nur ein Verfahren zum störungsfreien Betrieb der Anlagen entwickelt, sondern gleichzeitig ein kleiner Schatz gehoben wurde. Die „Berliner Pflanze“ gibt es übrigens auch im Kundenzentrum der Wasserbetriebe an der Neuen Jüdenstraße 1 zu kaufen.

Die Zukunft ist für alle da

Die Stadt der Zukunft ist eine „Smart City“. Innovation und Entwicklung fordern und fördern eine zunehmende Vernetzung der Infrastruktur und Prozesse. Daran arbeiten die Berliner Wasserbetriebe schon heute Hand in Hand mit anderen großen Berliner Energie- und Transportunternehmen: Im InfraLab Berlin tüfteln kreative Entwickler an intelligenten Technologien und neuen Strategien für die saubere Stadt der Zukunft.

Das wichtigste Element ist und bleibt jedoch das Wasser. Das deutsch-französische Forschungsprojekt SMaRT-OnlineWDN widmet sich beispielsweise der Entwicklung eines Online-Sicherheitssystems zur Überwachung der Wasserversorgungsnetze. Mit Blick auf kommende Generationen bleibt der Anspruch jedoch stets der gleiche: die beste Wasserqualität zu liefern. Heute, morgen und in Zukunft.

Mehr zu den Zukunftsprojekten der Berliner Wasserbetriebe erfahren Sie im Netz unter www.berlinerwasser.de