Leben

Hermine (17) träumt von der Bühne

Was machst du? Ich bin Ballettschülerin in der Ballettakademie Hans Vogl in Friedenau.

Wie lange schon?Den ersten Ballettunterricht hatte ich mit vier Jahren. Nach einem Jahr habe ich aber aufgehört, weil ich lieber an eine Freizeit-Theaterschule wollte, wo ich zehn Jahre lang in Tanz, Gesang und Schauspiel unterrichtet wurde. Mit zwölf habe ich aber wieder angefangen, zusätzlich klassischen Ballettunterricht zu nehmen und mich mehr und mehr auf das Ballett zu konzentrieren.

Wie bist du darauf gekommen? Zum Kinderballett haben mich meine Eltern gebracht, aber die echte Leidenschaft für den Tanz kam bei mir relativ spät. Die Fernsehserie „Dance Academy“ war dabei nicht ganz unschuldig.

Wie oft trainierst du? Jeden Tag, außer Sonntag. In der Woche komme ich oft erst um 22 Uhr nach Hause.

Was magst du an dem Sport? Die Verbindung zwischen Kunst und Leistungssport finde ich sehr reizvoll. Auch die notwendige Disziplin und das Streben nach Perfektion, die fast unerreichbar ist, finde ich toll. Man geht jeden Tag auf ein Neues im Ballettstudio an seine Grenzen und arbeitet an sich selbst. Ziel ist es immer, besser als am Vortag zu sein.

Dein größter Erfolg? Die Aufnahme in das Junge Ensemble im Friedrichstadt-Palast. Zwei Spielzeiten war ich in der Kindershow dabei und durfte auch in solistischen Rollen auf der Bühne stehen. Außerdem habe ich während eines zweiwöchigen Praktikums im Friedrichstadt-Palast mit dem großen Ballett trainiert. Das war toll. Die ersten Spitzenschuhe habe ich auch noch als ein großes Ereignis in Erinnerung.

Deine größte Schlappe? Die erlebe ich immer mal wieder im Training, wenn eine Übung oder eine Drehung nicht so klappt, wie ich es will. Dann bin ich immer total sauer und frustriert. Aber das gehört dazu. Es gibt Tage, an denen klappt gar nichts. Man muss einfach weitermachen, weiterüben.

Dein Ziel? Mein Traum ist es, einmal als Bühnentänzerin zu arbeiten. Ich weiß, das wird viel Arbeit und Durchhaltevermögen kosten. Aber ich will es schaffen.

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