Ostsee

So schmeckt der Sundowner im Hotel Ostseeperle auf Rügen

Das Hotel Ostseeperle auf Rügen bietet 30 moderne Apartments, ein gläsernes Restaurant mit Panoramablick und eine erstklassige Lage.

Im gläsernen Altbau, der mit dem Neubau (links im Bild) verbunden ist, befindet sich das Restaurant des Hotels Ostseeperle in Glowe.

Im gläsernen Altbau, der mit dem Neubau (links im Bild) verbunden ist, befindet sich das Restaurant des Hotels Ostseeperle in Glowe.

Foto: Michael Pasdzior

Glowe.  Was fällt einem als Erstes ein, wenn man an die DDR-Architektur denkt? Wahrscheinlich die gleichförmigen Plattenbauten, die den schnellen Wohnungsbau beflügeln sollten. Aber darüber hinaus gab es im damaligen sozialistischen Deutschland durchaus kreative und ideenreiche Architekten. Einer davon war Ulrich Müther. Der „Schalenbauer der DDR“ hat über 50 Gebäude errichtet und dabei diese außergewöhnliche Bauform, die mit relativ wenig Beton große Flächen überspannt, konsequent weiterentwickelt. Zu Müthers bekanntesten Bauwerken gehört der „Teepott“ am Leuchtturm in Warnemünde und das „Ahornblatt“ in Berlin, das jedoch trotz vielfachen Protestes im Jahr 2000 einem Hotelneubau weichen musste und abgerissen wurde. Dasselbe Schicksal drohte auch der Ostseeperle auf Rügen, wenn da nicht Arne Knaak gewesen wäre, der sie schließlich retten konnte.

Verbindung von altem Glasbau und modernem Anbau

Dies sollte der Urlauber wissen, wenn er in das verschlafen wirkende Fischerdorf Glowe reist, um sich hier zu erholen und dazu in das moderne Apartmenthotel eincheckt. Der aus dem Ruhrgebiet stammende Besitzer und Erbauer hat es selbst entworfen. Kein Wunder, ist er doch von Haus aus ebenfalls Architekt und Wirtschaftsingenieur und betrieb schon mit 26 Jahren sein eigenes Büro in Dortmund.

Das verfallene Gebäude der 1968 errichteten Ostseeperle, das schon damals als Café und Restaurant genutzt wurde, entdeckte er rein zufällig. Er begann mit der Rekonstruktion und dem Neubau des Hotelgebäudes. Ein zugegeben gewagtes Unterfangen, an das dominante Gebäude mit seiner hoch aufragenden Glasspitze einen Hotelbau anzugliedern. Doch dies ist Arne Knaak ausgesprochen gut gelungen. Aus Respekt vor dem ungewöhnlichen Bau hat er das Hotel im Abstand dazugebaut und es mit dem ursprünglichen Gebäude durch eine ebenerdige Verbindung zusammengeführt. Dadurch behalten beide Bauten ihren eigenen Charakter ohne die Harmonie des Gesamtbildes zu stören. So ist das Müther-Gebäude wieder ein Schmuckstück seiner Art ­geworden, wobei es als Denkmal ­zugleich an eine bedeutende Bauepoche der DDR erinnert.

Die Küche bietet frische Produkte aus der Region

Seit 2009 beherbergt das Hotel 30 Apartments, die zwischen 40 bis 60 qm groß sind. „Wir wollen kein Designhotel sein, da die Trends sehr schnelllebig sind und sich häufig ändern“, begründet der Inhaber die funktionale Ausstattung „mit viel Echtholz, um die Wärme rüberzubringen“, wie der Besitzer betont. Sie bietet alles, was der anspruchsvolle Gast auch für einen längeren Aufenthalt an Komfort erwartet. Man kann sich individuell verpflegen lassen oder im Restaurant speisen. Küchenchef Eric Zillmer ist seit dem ersten Tag mit dabei und bietet eine Küche mit vielen frischen Produkten aus dem Meer und vom Land. Mittlerweile hat die Ostseeperle wieder einen hohen Bekanntheitsgrad. Wenn in den Sommermonaten die Sonne untergeht, wird die Bar zum beliebten Sundowner-Treffpunkt. Das abendliche künstliche Lichtspiel im Innern gibt dem Ganzen eine zusätzlich besondere Note, während zur selben Zeit draußen der rot erleuchtete Horizont farbliche Akzente setzt. Loungemäßig eingerichtet bei dezenter Chill-out-Musik den 180 Grad Panoramablick genießen!

Arne Knaak hat aber noch ein anderes Faible, das sein Hotel zu etwas Besonderem macht, nämlich die Liebe zur Kunst. Und davon findet sich überall im Haus verteilt eine ganze Menge. „Ich wollte mal was anderes als die übliche Landschaftsmalerei“ sagt er und arbeitet deshalb mit der Galerie g 18 von Mike Mendoza in Dortmund zusammen. So kommen die Besucher zum Teil auch aus diesem Grund, denn alle Bilder, Objekte und Skulpturen sind käuflich zu erwerben.

Mit seiner Sandstrandlage und dem großen Naturreichtum wird Glowe als Insidertipp gehandelt. Der kleine Hafen zieht immer mehr Touristen an, die alten Villen erstrahlen heute wieder in neuem Glanz und der acht Kilometer lange Sandstrand der Schaabe lockt zum Baden und bietet einige Möglichkeiten zur Wassersportaktivität. Zur Gemeinde gehören auch der am Steilufer gelegene Ort Lohme sowie die besuchenswerte gotische Felssteinkirche aus dem 14. Jahrhundert auf einem Hügel im Fischerdorf Bobbin.

Vom benachbarten Aussichtspunkt hat man einen phantastischen Rundblick auf die Boddenlandschaft. Das Schloss Spyker ist eine weitere Sehenswürdigkeit. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Kreidefelsen „Königstuhl“, das Wahrzeichen der Insel Rügen.Weitere Informationen:

• Adresse: Ostseeperle Glowe GmbH & Co. KG, Hauptstraße 42, 18551 Glowe auf Rügen, Tel. 038302/563 80, www.sandstrand-ostseeperle.de, info@sandstrand-ostseeperle.de

• Preise: z. B. Maisonette-Suite , zwei Personen ab 70 Euro/Nacht; Suite Mehr-Blick mit Sicht auf die Ostsee, zwei Personen ab 100 Euro pro Nacht

• Arrangements: z. B Rügen Relax, zwei Übernachtungen mit Frühstück und Abendmenü, Wellnessbehandlungen, ab 179 Euro pro Person.