Kreuzfahrt

"Happy Sailor" versichert gegen Seekrankheit

Es gibt jetzt einen Reiseschutz gegen Seekrankheit: Wer während einer Kreuzfahrt mit grünem Gesicht über der Reling hängt, bekommt eine Pauschalentschädigung.

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In der Schweiz gibt es jetzt die weltweit erste Reiseversicherung bei Seekrankheit. Ob das Angebot darauf zurückgeht, dass vielen Bewohnern des bergigen Binnenlands die Erfahrung auf hoher See fehlt, ist nicht bekannt. Der Schweizer Kreuzfahrtenportal e-hoi bietet jedenfalls ab sofort in Kooperation mit dem Versicherungsunternehmen Elvia Mondial einen Reiseschutz mit dem treffenden Namen "Happy Sailor“ an.

Er soll, so heißt es in den Versicherungsbedingungen, "Einstiegsbarrieren für den ein oder anderen gegenüber Ferien auf dem Wasser aufheben“, soll heißen: Mit der Versicherung will man Neukunden an Bord locken, die befürchten, mit grünem Gesicht über der Reling zu hängen. Die neue Versicherung greift, sobald Seekrankheit vom Schiffsarzt diagnostiziert wird (mindestens 24 Stunden stationäre Behandlung, erhöhter Seegang Stärke 2, ab Windstärke 3). Der Passagier kann dann bei erster Gelegenheit von Bord gehen; es gibt eine Pauschalentschädigung von 500 Schweizer Franken.

Für den deutschen Markt ist "Happy Sailor“ denkbar. Detlev Schäferjohann, Geschäftsführer des deutschen Kreuzfahrtenportals e-hoi, kann sich vorstellen, "den Gästen gemeinsam mit einem Versicherer bald ein ähnliches Angebot zu machen.“ Auf modernen Kreuzfartschiffen mit Stabilisatoren kommt Seekrankheit allerdings nur selten vor. Lediglich jeder zehnte Mensch ist ohnehin anfällig für diese Form von Reisekrankheit, die durch ungewohnte Bewegungen entsteht.