Brasilien

Rio de Janeiro verbietet Kokosnüsse an Stränden

Am Strand in der Sonne liegen und Kokosnussmilch schlürfen – das soll in Rio de Janeiro bald nicht mehr möglich sein. Grund sind mehrere Tonnen Schalen, die täglich zurückgelassen werden. Sie ziehen Ratten an – und die will man kurz vor der Fußballweltmeisterschaft auf keinen Fall haben.

Foto: picture-alliance / Mr Raga / Spe / pa

Kokosnussmilch schlürfende Sonnenanbeter an den Stränden der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro gehören nach dem Willen der Stadtverwaltung bald der Vergangenheit an. „Am Ende eines jeden Tages liegt am Strand von Ipanema ein Haufen Kokosnüsse, den die Besucher dort im Sand zurückgelassen haben“, sagte der für die Strände der Küstenstadt zuständige Jovanildo Savastano. „Und die Kokosnuss-Schalen sind die Hauptursache für Ratten an den Stränden. „ Die Stadtverwaltung von Rio, Schauplatz der Fußballweltmeisterschaft 2014 und der Olympischen Spiele 2016, hat daher entscheiden, den Verkauf von Kokosnüssen ab dem 1. Dezember an den Stränden zu verbieten.

Bürgermeister Eduardo Paes kündigte jedoch an, das Verkaufsverbot zu überdenken, wenn die Strandbesucher in Zukunft ihren Müll selber entsorgen. Laut Savastano machen Kokosnüsse mehr als ein Viertel der zehn Tonnen Müll aus, die tagtäglich am Strand von Ipanema hinterlassen werden. An Wochenende falle sogar die dreifache Menge Unrat an.