Meerblick

Eine gläserne Luxus-Suite auf dem Meeresgrund

In normalen Betten zählt man Schäfchen, hier sind es Fische. Echte. Eine verglaste Unterwasser-Suite auf den Malediven macht's möglich.

Foto: Conrad Hotels & Resorts

Über den Preis dieses Vergnügens muss man sich schon im Klaren sein. Der Verstand sollte bei Buchung dieser extravaganten Suite so klar sein wie das Wasser des Indischen Ozeans, das die Hotel-Insel Rangali Island umgibt. Ein fünfstelliger Betrag für eine Nacht ist kein Pappenstiel.

Normalerweise ist der gläserne Raum ein Unterwasser-Restaurant für bis zu zwölf Personen – aber was, bitteschön, ist hier auf dem Meeresgrund schon normal?!

Vor fünf Jahren hatte das Resort "Conrad Maldives Rangali Island" aufhorchen lassen, als es das "Ithaa"-Restaurant eröffnete, das erste vollverglaste Restaurant unter Wasser. Seitdem wurden hier unten – am einer einer Wendeltreppe – mehr als 43.800 Gourmet-Dinner serviert und dazu 14.235 Champagnerflaschen geköpft.

So ein Dinner im gläsernen Restaurant inmitten von zahllosen Fischen mit Blick auf den umgebenden (künstlich angelegten) Korallengarten ist schon nicht ganz billig: 320 Dollar kostet das kulinarisch und optisch reizvolle subaquale 4-Gänge-Abendmenü pro Person, mittags benötigt man unbedingt eine Sonnenbrille und muss man für drei Gänge 195 US-Dollar locker machen.

Wer es ganz exklusiv haben will, kann neuerdings aus dem 9x5 Meter großen Ithaa-Restaurant eine "Ithaa Suite" machen lassen. Dann wird der fünf Millionen teure und 175 Tonnen schwere Glasbau leergeräumt und in eine großzügige Suite für zwei Personen ummöbliert. Mit privatem Champagner-Dinner und Frühstück im Bett kostet eine (wegen der Aufregung womöglich schlaflose) Nacht in der Unterwasser-Suite den Hotelgast 10.000 Euro extra – neben dem regulär gebuchten Zimmer, das in dieser Nacht leer bleibt.

Das "Ithaa" (Landessprache für "Perle") ist somit wohl die teuerste Suite der Malediven. Aber wo kann man zum Einschlafen schon echte Fische zählen? Und zur Beruhigung noch dieses: Das Glas der "Perle" ist 12,5 Zentimeter stark.