re:publica 2010

"Mobile Web und Internet verschmelzen"

Morgenpost Online hat sechs Berliner zu ihren Erwartungen an die re:publica und die Entwicklung der sozialen Medien befragt. Florian Nöll (26) ist Geschäftsführer von spendino. Das Berliner Unternehmen hilft beim Spendensammeln im Netz und mithilfe des Handys. Auf der re:publica bietet er einen Workshop zum Thema an.

Morgenpost Online: Wie “Web 2.0“ sind Sie?

Florian Nöll: Ich befürchte sehr. Mein Augenmerk liegt darauf, Werkzeuge zu finden, die unsere Arbeit erleichtern, solche Anwendungen zu vermeiden, die lediglich Zeit verschwenden und dabei immer einen Blick für die aktuellsten Trends zu haben.

Morgenpost Online: Warum sammeln Sie mit Hilfe von digitalen Medien spenden?

Nöll: 182 Millionen Spendenbriefe wurden im letzten Jahr in Deutschland versendet. Das ist unglaublich teuer und weder effektiv noch nachhaltig. Wir ermöglichen unseren Partnern, das sind Non-Profit-Organisationen aller Größen, die digitale Kommunikation auf Augenhöhe mit der jungen Generation. Damit antworten wir auf eine zentrale Herausforderung des sozialen Sektors.

Morgenpost Online: Werden Sie als Berliner Unternehmen über das Netz tatsächlich weltweit wahrgenommen?

Nöll: Ein Beispiel: spendino wurde im Februar in Barcelona aus 500 weltweiten Vorschlägen als Mobile Premier Award Finalist 2010 ausgezeichnet. Ich bin daher überzeugt davon, dass wir in den relevanten Kreisen auch weltweit wahrgenommen werden.

Morgenpost Online: In welche Richtung wird sich Ihr Bereich in den digitalen Medien weiter entwickeln?

Nöll: Mobile Web und Internet verschmelzen während die Nutzer immer älter werden.

Morgenpost Online: Besuchen Sie die re:publica und wenn ja, welche Veranstaltung wollen Sie auf keinen Fall verpassen?

Nöll: Natürlich meinen Workshop zum Thema "Fundraising Modelle für Web 2.0 und Handy", den ich gemeinsam mit Achim Ritzmann von Helpedia durchführe.