re:publica 2010

"Modeblogs als tiefgründige Magazin-Alternative"

Morgenpost Online hat sechs Berliner zu ihren Erwartungen an die re:publica und die Entwicklung der sozialen Medien befragt. Die Berlinerin Mary Scherpe (27) gründete 2006 mit "Stil in Berlin" einen der ersten deutschen Modeblogs. Sie hofft, dass Modeblogs noch tiefgründiger werden.

Morgenpost Online: Wie „Web 2.0“ sind Sie?

Mary Scherpe: Das kann ich gar nicht beantworten. Der Begriff „Web 2.0“ ist inzwischen so ausgehöhlt - ein Buzzword, von dem eigentlich niemand weiß, was es eigentlich bedeuten soll.“

Morgenpost Online: Warum bloggen Sie über Mode?

Scherpe: Weil ich es interessant finde, wie Menschen Kleidung für ihre Zwecke benutzen.

Morgenpost Online: Was ist Ihr nächstes Projekt?

Scherpe: Eine Fotoserie über Berliner Theatermacher für das Theatertreffen.

Morgenpost Online: Mode - nervt das nicht manchmal ganz schön? Und was macht Ihnen dabei so richtig Spaß?

Scherpe: Der Modezirkus nervt einige, ich finde es aber eher belustigend zu beobachten.

Morgenpost Online: Modeblogs im Web - Wohin geht Ihrer Meinung nach die Entwicklung?

Scherpe: Auch wenn es im Moment eher gegenteilig erscheint, hoffe ich immer noch, dass auch in Deutschland Modeblogs eine ernst zu nehmende und tiefgründige Alternative zum Blättchenjournalismus bieten werden.

Morgenpost Online: Welche Veranstaltung werden Sie auf der re:publica auf keinen Fall verpassen?

Mary Scherpe: „Digitale Autorschaft“ von Anne Wizorek, „Liebe ist für alle da“ von Teresa Buecker und „Feministische Netzkultur“.