re:publica 2010

"Ich erreiche vor allem jüngere Wähler"

Morgenpost Online hat sechs Berliner zu ihren Erwartungen an die re:publica und die Entwicklung der sozialen Medien befragt. Die Berliner Bundestagsabgeordnete Eva Högl (SPD) nutzt Twitter und Facebook um ihre politischen Botschaften zu verbreiten - und mit Wählern ins Gespräch zu kommen.

Morgenpost Online: Wie Web2.0 sind Sie?

Eva Högl: Ich bin sehr Web 2.0. Das Web ist für mich eine wichtige Plattform, um mit den Bürgerinnen und Bürgern - vor allem in meinem Wahlkreis Berlin-Mitte - in Kontakt zu kommen und Informationen auszutauschen. Wichtig ist mir dabei, sowohl im Web als auch "offline" - also persönlich - ins Gespräch zu kommen. Ich nutze dafür soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook, meine Homepage und E-Mail. Die Reaktionen sind durchweg positiv.

Morgenpost Online: Warum senden Sie Twitter-Botschaften über Ihre politischen Aktivitäten?

Högl: Um alle Interessierten über meine Aktivitäten, meine inhaltlichen Schwerpunkte, meine politischen Botschaften und aktuelle Entwicklungen zu informieren und mich darüber auszutauschen.

Morgenpost Online: Welche neuen Menschen oder Gruppen konnten Sie durch die Nutzung des Internets für ihre Politik interessieren?

Högl: Vor allem jüngere Menschen, für die das Internet eine wichtige Form der Kommunikation ist. Ich habe neue Leute kennen gelernt, Unterstützer im Wahlkampf gewinnen können und viele Menschen für meine Aktivitäten und meine Inhalte und Botschaften interessiert.

Morgenpost Online: Was glauben Sie, welche Rolle wird das Internet in der Politik künftig spielen?

Högl: Das Internet ergänzt die herkömmlichen Formen der politischen Diskussion. Die Rolle des Internets wird zunehmen. Aufrufe zu Kampagnen, Einladungen zu Veranstaltungen und die politische Meinungsbildung, aber auch die generelle Information über aktuelle Entwicklungen erfolgen zunehmend über das Internet und die sozialen Netzwerke.

Morgenpost Online: Falls Sie an der re:publica teilnehmen - welche Veranstaltung würden Sie empfehlen?

Högl: Hier muss ich leider passen, ich habe mir das Programm noch nicht angesehen, weil ich zurzeit auf Dienstreise in Israel bin.