Stiftung Warentest

McDonald’s liegt im Test knapp vor Burger King

Die Stiftung Warentest hat die großen Fastfoodketten untersucht. McDonalds liegt knapp vorne. Im Menü von Burger King sind Schadstoffe ein Problem.

Burger, Pommes frites und Salat sind als schnelle Sattmacher beliebt. Allein Fastfoodriese McDonald’s versorgt nach eigenen Angaben jeden Tag mehr als 2,7 Millionen Gäste in Deutschland. Was vielen gefällt: Im Fastfoodrestaurant müssen die Kunden nicht lange warten. Doch so schnell das Essen, so schlecht sein Ruf. Ist er gerechtfertigt? Sind Burger und Co. ungesund und fettreich? Die Stiftung Warentest hat Fastfoodmenüs von McDonald’s, Burger King und dem deutschen Anbieter Kochlöffel geprüft.

Menüs mit viel Fett und Salz

Die Menüs im Test bestehen jeweils aus einem Burger mit Rindfleischbratling, einer mittleren Portion Pommes frites mit Ketchup, einem gemischten Salat mit Balsamico-Dressing und einem Cola-Getränk. Am Ende steht fest: Zu viele Kalorien enthalten alle Menüs. Auch mit Fett und Salz geizen sie nicht.

Das Menü von Burger King überzeugt mit dem besten Geschmack, enthält aber mehr Schadstoffe als die Konkurrenz. McDonald’s liegt nur knapp vorne – mit dem Qualitätsurteil befriedigend. Immerhin: Mineralölrückstände, die aus den bedruckten Verpackungen in Pommes frites und Burger übergehen können, fanden die Tester bei der Laboranalyse in keinem Menü.

In der sensorischen Prüfung der Burger schneiden der Big Mac von McDonald’s und der Star-Burger von Kochlöffel gut ab, der Whopper von Burger King sogar sehr gut. Die Laboranalyse bestätigt Rindfleisch. Pferdefleisch, wie der Skandal im vergangenen Frühjahr manche befürchten lässt, enthalten die Burger nicht.

Burger enthalten Schadstoffe

Burger King grillt das Fleisch über offener Flamme. Das Aroma, das sich dabei entwickelt, krönt den Whopper beim Geschmack zum König. Vom Thron stürzt ihn der Schadstoffgehalt. Offenbar im Zusammenspiel von Feuer und Fleisch entsteht schädliches 3-Monochlorpropandiol (3-MCPD).

In den Pommes frites von Burger King und Kochlöffel fanden die Tester erhöhte Mengen schädlicher Glycidyl-Ester. Diese Schadstoffe lösen wahrscheinlich Krebs aus. Offenbar verwenden beide Anbieter zum Frittieren Ölmischungen, die raffiniertes Palmfett enthalten. Es ist dafür bekannt, dass es häufig mit Glycidyl-Estern belastet ist. McDonald’s verzichtet auf Palmfett. Die Pommes bleiben insgesamt weicher, enthalten aber auch deutlich weniger Glycidyl-Ester und ungesunde gesättigte Fettsäuren als die der Konkurrenz.

Alle Pommes im Test enthalten zudem in geringen Mengen den Schadstoff Acrylamid, der wahrscheinlich krebserregend und erbgutschädigend wirkt. Nur eine Portion Pommes von Kochlöffel überschreitet beim Acrylamid-Gehalt den geltenden Richtwert der Europäischen Union, heißt es in der Zeitschrift test.

Kalorien sparen beim Getränk

Wer auf Fastfood nicht verzichten will, aber wenigstens auf ein paar Kalorien, kann sie beim Getränk einsparen. Die 0,4 Liter großen Softdrinks im Test enthalten je etwa 170 Kilokalorien. Die Restaurants bieten auch Saftschorlen und Wasser an. Wasser bringt gar keine Kalorien mit, 0,4 Liter Apfelschorle haben etwa 100 Kilokalorien.

Selbst ein vermeintlich leichter Salat kann sich mit viel Dressing als schwere Kost entpuppen: Bei Kochlöffel enthält der Salat am Ende stolze 13 Gramm Fett.

Weitere Informationen finden Sie in der Zeitschrift test 9/2013 und unter www.test.de/fastfood