Tiefkühl-Reisgerichte 22. März 2013 | test 4/2013

Auf Fernreise mit Fertiggerichten

Das Nasi Goreng von Frosta schneidet am besten ab

Nasi bedeutet auf Indonesisch gekochter Reis, Goreng heißt gebraten. Nasi Goreng ist die Leibspeise vieler Indonesier: mit knackigem Gemüse, zarten Fleischstreifen und gekochtem Reis. Auch Europäer lieben die Reispfanne. Und auch ohne zeitaufwendiges Einkaufen, Gemüseschnippeln und Abschmecken der vielen Zutaten können sie sich das indonesische Traditionsgericht nachhause holen. Die Stiftung Warentest hat zwölf fertig gewürzte, tiefgefrorene Nasi Gorengs getestet. Fünf schneiden gut ab, vier befriedigend, zwei ausreichend, eins mangelhaft.

Alle zwölf Fertiggerichte im Test enthalten neben Reis und verschiedenem Gemüse Hähnchenfleisch. Sorgen, in den Reispfannen womöglich auf Pferdefleisch zu stoßen – wie in tiefgekühlter Lasagne geschehen –, sind unbegründet: Pferdefleisch wäre schon bei der Verkostung aufgefallen. Es hat eine dunkle Farbe und unterscheidet sich in Konsistenz und Geschmack deutlich von Hähnchenfleisch. Auch in den Laboranalysen bestätigten die Tester gewachsenes Hähnchenfleisch.

Die Würzung der Nasi Gorengs ist an deutsche Vorlieben angepasst. Kreuzkümmel, Curry, Kurkuma, Koriander, Kardamom und Zimt in verschiedenen Variationen sorgen für einen würzigen Geschmack. Sehr gut schneidet in der sensorischen Prüfung aber nur das Nasi Goreng von Frosta ab: Der Basmati-Reis ist locker und bissfest, das Gemüse teilweise sogar knackig, das Hähnchenfleisch zart gebraten. Insgesamt überzeugen konnten auch die Reispfannen von Lidl/Vitasia, Ökoland, Bofrost und Rewe. Für wenig Genuss sorgt ausgerechnet das „Genuss pur“ Nasi Goreng von Netto Supermarkt. Es riecht deutlich brandig und schmeckt bitter. Das Fleisch ist leicht schwammig und gummiartig. Am Ende gibt es dafür die Note mangelhaft.

Reis, Gemüse und Hähnchenfleisch machen Nasi Goreng zu einer ausgewogenen Mahlzeit. Der Reis liefert reichlich Kohlenhydrate, das Gemüse Ballaststoffe und Vitamine. Hähnchenfleisch bietet vor allem Eiweiß und wenig Fett. Doch so figurfreundlich wie die Zutaten vermuten lassen, sind die Fertiggerichte nicht. Eine nach Herstellerempfehlung zubereitete 400-Gramm-Portion Nasi Goreng von Frosta kommt auf 37 Gramm Fett. Bei Bofrost sind es sogar rund 43 Gramm. Krankheitserreger wie Salmonellen und Listerien haben die Tester in den Reispfannen nicht gefunden. Im Nasi Goreng von Eismann und Edeka Gut & Günstig war die Zahl an Enterobakterien erhöht. Diese Keime gelangen etwa durch belastete Gewürze in das Essen. Gesundheitlich bedenklich sind sie nicht, da die Gerichte noch durcherhitzt werden.

Weitere Informationen: Zeitschrift test 4/2013 und www.test.de/fertiggerichte