Morgenpost-Ratgeber

Verbraucher Wer kommt für die Reparatur der Lampe auf?

Bei der Reparatur alter Lampen sind Spezialisten gefragt. Wer einen Auftrag annimmt, geht einen Vertrag mit dem Kunden ein.

Alte Lampen gibt es in Spezialgeschäften und Lampenmanufakturen wie hier in Berlin

Alte Lampen gibt es in Spezialgeschäften und Lampenmanufakturen wie hier in Berlin

Foto: Britta Pedersen / picture alliance / ZB

Für eine circa 80 Jahre alte vierflammige Lampe (oben drei Glühbirnen, unten eine) mussten die Kabel für eine Serienschaltung erneuert werden. Leider wurde zuerst eine Reihenschaltung vorgenommen, sodass ich sie noch einmal zur Reparatur bringen musste. Zu Hause funktionierte die Lampe dann wieder nicht. Der Lampenhändler hatte noch gesagt, wenn ich es mir zutraue, dann wären nur die entsprechenden Kabel auszutauschen, die er mir nannte. Ansonsten hätte ich noch ein Mal „gut“ bei ihm. Ich brachte die Lampe erneut zu ihm. Er verlegte den Nullleiter, zeigte mir, wie jeweils eine Glühlampe unten und oben leuchtet. Das überzeugte mich nicht, da ich zu Hause eine Serienschaltung habe. Damit konnte er nicht dienen und sagte mir, dass ich nicht noch mal kommen solle. Was kann ich nun tun? Immerhin habe ich ihn ja bezahlt.

Eva Bell, Vorstand der Verbraucherzentrale Berlin: Sie haben eine Lampe zur Reparatur in Auftrag gegeben und dadurch mit dem Lampenhändler einen Vertrag geschlossen: Um den Vertrag zu erfüllen, muss der Händler die Lampe reparieren, und Sie müssen im Gegenzug dafür bezahlen. Sie können verlangen, dass die Reparatur so vorgenommen wird, wie sie vereinbart war.

Der Händler ist in der Pflicht

Haben Sie den Händler konkret mit der Einrichtung einer Serienschaltung beauftragt? Falls ja und der Händler hat den Auftrag angenommen, haben Sie einen Anspruch darauf, dass die Serienschaltung nach der Reparatur funktioniert. Ist dies nicht der Fall, hat der Händler seine vertraglichen Pflichten nicht erfüllt. Daher können Sie im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung eine Nachbesserung verlangen – und zwar so oft, bis die Reparatur auftragsgemäß durchgeführt wurde.

Sollte sich der Händler weiter weigern, den Auftrag auszuführen, können Sie ihn noch einmal schriftlich – per Brief mit Einschreiben/Rückschein – zu einer funktionierenden Einrichtung der Serienschaltung auffordern. Setzen Sie dem Händler dazu eine Frist von 14 Tagen. Gleichzeitig sollten Sie ankündigen, ansonsten den Mangel auf Kosten des Händlers von einem Dritten beheben zu lassen oder vom Vertrag zurückzutreten und Ihr Geld zurückzufordern.o

Im Zweifel schriftlich zum Handeln auffordern

Sollte sich der Händler weiter weigern, den Auftrag auszuführen, können Sie ihn noch einmal schriftlich – per Brief mit Einschreiben/Rückschein – zu einer funktionierenden Einrichtung der Serienschaltung auffordern. Setzen Sie dem Händler dazu eine Frist von 14 Tagen. Gleichzeitig sollten Sie ankündigen, ansonsten den Mangel auf Kosten des Händlers von einem Dritten beheben zu lassen oder vom Vertrag zurückzutreten und Ihr Geld zurückzufordern.

Rechtshinweis: Wir bemühen uns, möglichst viele Fragen zu beantworten. Dennoch behalten die Experten sich vor, bestimmte Bereiche auszuklammern. Da es sich häufig um sensible Fragen handelt, werden diese anonymisiert. Einen Rechtsanspruch auf eine Antwort haben Sie nicht. Eine Haftung ist ausgeschlossen.

Wenn Sie Fragen an unsere Experten haben, können Sie diese per E-Mail schicken an ratgeber@morgenpost.de oder per Post an Berliner Morgenpost, Stichwort Ratgeber, Kurfürstendamm 22, 10719 Berlin