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Samsung stellt neue Falt-Smartphones und Smartwatches vor

| Lesedauer: 7 Minuten
Maik Henschke
Warum Smartwatches das Leben einfacher machen

Warum Smartwatches das Leben einfacher machen

Es ist noch gar nicht so lange her, da war eine Armbanduhr nur für die Uhrzeit zuständig. Doch mittlerweile gibt es mit "Smartwatches" die revolutionäre Erfindung. Smartwatches können alles was das Smartphone auch kann und ist zum alltäglichen Begleiter vieler Menschen geworden. Mehr dazu im Video.

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Mit dem Galaxy Z Fold 3 und Z Flip 3 bringt Samsung zwei verbesserte Klapp-Handys heraus. Die Galaxy Watch 4 kommt in zwei Versionen.

Berlin. „Get ready to unfold“ – Bereit­machen zum Entfalten: Unter dieses vielsagende Motto hatte Technikriese Samsung sein diesjähriges Sommer-Produktevent gestellt. Somit war klar: Die Südkoreaner stellen die neue Generation ihrer beiden Falt-Handys vor. Tatsächlich erhalten die beiden hochpreisigen Klappmodelle Ende August eine Auffrischung. Und auch zwei neue Smartwatch-Modelle und überarbeitete In-Ear-Kopfhörer hat Samsung am Mittwoch erstmals gezeigt. Die Neuerungen im Überblick:

Ein behutsamer Druck mit den Daumen genügt: Schon entfaltet sich das normalgroße Smartphone auf Tablet-Größe. Videos schauen und spielen ist ebenso angenehmer möglich, wie das Arbeiten in mehreren Apps parallel. Vor zwei Jahren hat Samsung sein erstes Falt-Handy dieser Art veröffentlicht. Andere Hersteller wie Huawei zogen mit eigenen Klapp-Modellen nach. Ende August kommt nun mit dem Galaxy Z Fold 3 die dritte Generation in den Handel.

Galaxy Z Fold 3: Teurer Smartphone-Tablet-Mix erhält Neuauflage

Was bleibt, ist der üppige Startpreis – den Samsung im Vergleich zum Vorjahr immerhin leicht senkt: auf allerdings immer noch teure rund 1800 Euro. Dafür wurde das Z Fold 3, das besonders für mobil Arbeitende und Technikfans interessant sein dürfte, an mehreren Stellen überarbeitet.

6,2 Zoll besitzt das Außendisplay – aufgeklappt im Tablet-Modus misst der Bildschirm 7,6 Zoll (20,3 Zentimeter Diagonale). Das AMOLED-Display (2208 x 1768 Pixel / 374 ppi Pixeldichte) besitzt statt zuvor 60 nun flüssige 120 Hertz und ist rund 30 Prozent heller als der Vorgänger. Spannende Neuerung: Damit das eigentlich unvermeidliche Loch im Bildschirm – genannt Punch Hole – nicht beim Filmgenuss oder Spielen stört, verbaut Samsung erstmals die Selfie-Kamera unter dem Display.

Zusammengeklappt haben Besitzer auf der Vorderseite das äußere 6,2 Zoll-Display für die Nutzung als normales Handy. Auf der Rückseite sitzt eine Dreifach-Kamera mit je 12 Megapixel Auflösung. Für ordentlich Tempo sorgen soll der aktuelle Top-Prozessor Qualcomm Snapdragon 888, der auch 5G-Mobilfunk beherrscht. Der Akku fällt mit 4400 Milliamperestunden nicht gerade üppig aus, bedenkt man den großen Innenbildschirm. Erscheinen wird das Z Fold 3 mit Android 11 in den Farben Schwarz, Silber und Grün mit jeweils matter Rückseite.

Galaxy Z Flip 3: Falten auf Hosentaschen-Format

Aufgefrischt hat Samsung auch sein zweites Klapp-Smartphone: das Galaxy Z Flip 3 mit 5G. Dieses lässt sich – im Gegensatz zum Fold – horizontal zuklappen und damit auf Hosentaschengröße bringen. Aufgeklappt bringt es das Handy auf 6,7 Zoll Größe. Zugeklappt ist die Größe halbiert und man kann ein kleines 1,9-Zoll-Display auf der Außenseite für Benachrichtigungen und Co. nutzen. Fotos schießt eine Zweifach-Kamera mit je 12 Megapixel. Lesen Sie auch: Urlaubsfotos und -videos bearbeiten: Die besten Gratis-Apps

Technisch wurde das Z Flip 3 ebenso auf den aktuellen Stand der Oberklasse gebracht. Es erscheint gleich in sieben Farben. Mit einem Preis ab 1049 Euro ordnet es sich zwischen aktuellen Top-Smartphones von Apple, Oppo oder Samsungs eigener S21-Reihe ein. Im Jahresverlauf dürften die Preise erneut fallen.

Beide Modelle, das Z Fold 3 und Z Flip 3, sind wasserfest nach IPX8 und sollen außen robuster sein. Auch die empfindlichen Displays sollen einen besseren Schutzfilm erhalten, der laut Samsung 80 Prozent haltbarer ist. Ein Eingabestift liegt trotz der recht hohen Preise nicht bei. Wer möchte kann aber bei Samsung einen S-Pen mit oder ohne Bluetooth dazu bestellen (rund 100 beziehungsweise 50 Euro). Auch interessant: S-Pen: Der Eingabestift fürs Samsung S21 Ultra im Praxistest

Die Klapp-Handys sind aber nur zwei von insgesamt fünf Neuvorstellungen, die Samsung am Mittwoch zeigte.

Galaxy Watch 4 (Classic): Smartwatch-Nachfolger mit Google-Plattform

Ende August erscheinen zudem zwei überarbeitete Smartwatches: Die sportlichere Galaxy Watch 4 mit Aluminiumgehäuse und schweißfestem Sportarmband und die edler anmutende Galaxy Watch 4 Classic mit Edelstahlrahmen. Beide fallen etwas flacher am Handgelenk aus als die Vorgänger. Die Bedienung soll sich dank verbessertem Prozessor und Display flüssiger anfühlen.

Die Steuerung klappt per Touchdisplay und Knöpfen. Die Classic-Uhr hat außen auch einen drehbaren Ring zur Bedienung. Bestimmte Gesten mit der Hand lösen ebenfalls Befehle aus.

Auf der Unterseite zur Haut hin haben beide Watch-4-Modelle die wichtigsten Sensoren zur Messung verschiedener Gesundheitsfunktionen. Unter anderem lassen sich Puls, Blutdruck und EKG messen. Ein weiterer Sensor soll im Körper den Anteil von Fett, Muskeln und Wasser bestimmen können.

Was kann die Smartwatch und was kostet sie?

Zudem können die Smartwatches Trainings in mehr als 100 verschiedenen Sportarten aufzeichnen und in der Smartphone-App auswerten. Nachts lassen sich die Schlafzeit tracken und laute Schnarchgeräusche erkennen. Der Akku soll bis zu 40 Stunden halten – im normalen Praxisbetrieb erfahrungsgemäß weniger lang. In unter zwei Stunden soll der Akku voll geladen sein. Als Speicher stehen 16 Gigabyte bereit.

Es sind die ersten Smartwatches mit einer neuen Plattform, die Samsung zusammen mit Google entwickelt hat. Das Betriebssystem „Wear OS“ soll smarte Uhren besser mit Android-Handy verzahnen und der Apple Watch als derzeit meistverkaufte Smartwatch Konkurrenz machen. Wichtig: Besitzer des Vorgängers Galaxy Watch 3 erhalten zwar weiterhin drei Jahre Sicherheitsupdates, allerdings kein Update auf das neue Wear OS beziehungsweise Samsungs eigene Oberfläche One UI.

Die Galaxy Watch 4 wird je nach Ausstattung ab 269 Euro kosten, die Classic ab 369 Euro.

Drahtlose In-Ear-Kopfhörer: Galaxy Buds 2

Mit den Galaxy Buds 2 stellte Samsung außerdem die zweite Generation seiner handlichen Drahtlos-Kopfhörer vor. Sie erhalten unter anderem eine verbesserte Geräuschunterdrückung und mehr Ausdauer. Lesen Sie außerdem: Buds Pro: Samsungs neue Edel-Ohrstöpsel im Alltagstest

Wie die Vorgänger sollen sie besonders nahtlos mit Smartphones, Tablets und Uhren von Samsung funktionieren. Bei Anrufen schalten sie etwa automatisch vom Filmsound um auf das Telefon. Geeignet sind sie aber auch für Geräte anderer Hersteller. Sie kommen in vier Farbvarianten und kosten ab 149 Euro.

Alle Neuvorstellungen sollen laut Samsung ab 27. August hierzulande im Handel erhältlich sein.

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