Corona-Urlaub

Belgien: Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Antwerpen

Das Auswärtige Amt warnt nun vor touristischen Reisen in die belgische Provinz Antwerpen. Was Belgien-Urlauber jetzt wissen müssen.

Corona-Maßnahmen in Belgien deutlich verschärft

In Belgien sind angesichts eines starken Anstiegs der Neuinfektionen mit dem Coronavirus die Beschränkungen des öffentlichen Lebens nochmals verschärft worden. In der vergangenen Woche hatten sich laut Behörden durchschnittlich 279 Belgier pro Tag infiziert.

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Brüssel. 
  • Auch in Belgien gibt es wieder mehr Neuinfektionen mit dem Coronavirus
  • Das Auswärtige Amt warnt vor touristischen Reisen in einige Regionen
  • Vor allem Antwerpen ist derzeit vom Coronavirus betroffen

Weltweit nimmt das Corona-Infektionsgeschehen wieder an Fahrt auf. Das gilt auch für Belgien. Vor allem das belgische Antwerpen verzeichnete besonders viele Fälle binnen kurzer Zeit. Seit Mittwoch warnt das Auswärtige Amt vor touristischen Reisen in die Provinz Antwerpen.

„Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Provinz Antwerpen wird aufgrund erneut hoher Infektionszahlen derzeit gewarnt“, teilte das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite mit.

Belgien hatte bereits die Corona-Maßnahmen wieder verschärft. Menschen dürfen sich dort nur noch mit fünf Personen treffen, die nicht zum eigenen Haushalt gehören. Vorher lag die Grenze bei 15 Personen pro Woche. Zudem gilt neuerdings eine Maskenpflicht an allen öffentlichen Plätzen. Dazu gehören Märkte, Geschäftsstraßen und alle Orte mit viel Publikumsverkehr, wie Premierministern Sophie Wilmès eingrenzte. Was Urlauber aus Deutschland außerdem jetzt wissen müssen.

Wie ist das Infektionsgeschehen in Belgien?

In der Provinz Antwerpen, wo es die meisten bestätigten Corona-Fälle gibt, gelten eine besonders strenge Maskenpflicht, eine nächtliche Ausgangssperre und ein nächtliches Verkaufsverbot für Alkohol. An der Nordseeküste müssen sich Urlauber und Einheimische sich für Strandbesuche teils vorher anmelden.

Nachdem in Belgien das Infektionsgeschehen abflachte stieg es in den letzten Wochen wieder an. Premierministern Wilmès sprach von einer besorgniserregenden Situation. In der Zeit vom 24. bis Ende Juli wurden in Belgien täglich knapp 500 Neuinfektionen gemeldet.

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Ist Belgien ein Risikogebiet?

Das Auswärtige Amt gibt Reisewarnung für die belgische Provinz Antwerpen heraus. Vor Reisen in den Rest des Landes warnt es nicht. Das Robert Koch-Institut führt Belgien nicht auf der Liste der Risikogebiete.

Ist die Einreise nach Belgien möglich?

Weil die belgischen Behörden Deutschland oder Teile davon nicht als Risikogebiet einstufen, ist die Einreise für deutsche Urlauber nach Belgien ohne Einschränkungen möglich. Am Flughafen in Brüssel müssen sich Einreisende jedoch auf Kontrollen der Körpertemperatur einstellen. Wird eine Temperatur über 38 Grad gemessen, ist die Einreise tabu. Kontrollen an den Grenzen bei der Einreise mit dem Auto gibt es nicht.

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(jas/dpa)