Corona-Regeln

Urlaub in Italien: Diese Corona-Regeln müssen Sie beachten

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Tipps für den Sommerurlaub in Pandemie-Zeiten

Tipps für den Sommerurlaub in Pandemie-Zeiten

Die Corona-Zahlen in Europa sinken, der Sommer kommt. Doch wer in den Urlaub fahren will, muss in Pandemie-Zeiten immer noch einiges beachten.

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Der Urlaub in Italien ist trotz Corona-Pandemie möglich. Was Touristen jetzt beachten müssen und welche Einschränkungen gelten.

Berlin. 
  • In Italien sinken die Corona-Infektionszahlen, einige Inseln gelten als coronafrei
  • Mit einem neuen Einreiseformular kippt das Land teilweise die Quarantänepflicht
  • Was Urlauber vor der Reise nach Italien wissen sollten

Wie in Deutschland verbessert sich auch in Italien die Corona-Lage zunehmend. Die Zahl der neuen Corona-Infektionen sinkt langsam aber stetig. Im Land gibt es keine Roten Zonen mehr, in denen bisher die schärfsten Corona-Maßnahmen galten. Einige Inseln, darunter Capri, gelten sogar als infektionsfrei. Ist unkomplizierter Urlaub inklusive "dolce vita" also wieder möglich? Wir beantworten die wichtigsten Fragen im Überblick.

Italien noch Risikogebiet: Gibt es eine Reisewarnung für Italien?

Italien gilt seit dem 6. Juni nicht mehr als Risikogebiet. Wegen der stark gesunkenen Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung das Land von der Liste. Das teilte das Robert Koch-Institut mit. Wer aus Italien auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten. (Stand 12. Juni)

Was muss ich bei der Einreise für den Italien-Urlaub beachten?

Für die Einreise nach Italien aus Deutschland und der EU brauchen Reisende einen negativen PCR- oder Antigen-Test. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein. Manche Fluggesellschaften verlangen die Vorlage des Tests bereits vor dem Abflug.

Seit dem 16. Mai besteht in Italien keine Quarantänepflicht mehr für Einreisende aus der EU. Urlauber müssen ihren Aufenthalt lediglich über ein Online-Formular anmelden. Italien ist der erste EU-Staat, der von dem europäischen Formular EU PLF Gebrauch macht. Dieses muss vor der Einreise ausgefüllt werden. Beim Ausfüllen des Dokuments muss der Grenzübergang ausgesucht werden.

Allerdings wird das Dokument stark kritisiert: "Die digitale Applikation ist nämlich nicht nur äußerst kompliziert, sondern auch voll von Fehlern. Sie steht nicht in allen offiziellen Sprachen der EU zur Verfügung", sagte EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann in einem Presseschreiben. Demnach erhalte man eine englischsprachige Einreise-Erklärung, selbst wenn das Formular auf Deutsch ausgefüllt wurde.

Beim Ausfüllen des Dokuments muss außerdem der Grenzübergang ausgesucht werden: Doch die Grenzübergänge in Brenner oder Winnebach könne man in dem Dokument nicht auswählen - stattdessen aber Taufers im Münstertal. Auch die Autonome Provinz Bozen sowie Südtirol seien nicht auswählbar – dafür die Region Trentino-Südtirol. Dorfmanns zufolge wirke das Ganze wie "ein Projekt in Kinderschuhen, das Italien blauäugig übernommen hat."

Reisende ohne negativen Test sind nach wie vor verpflichtet, sich zehn Tage selbst zu isolieren und am Ende einen Test vorzunehmen.

Welche Corona-Regeln gelten in Italien?

In Italien gelten im kompletten öffentlichen Raum die auch hierzulande üblichen Hygieneregeln mit Maskenpflicht und Mindestabstand. Bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen.

Für Urlauber ist es sehr wichtig, auf die Corona-Warnstufe ihrer Urlaubsregion zu achten. Denn nur ab der orangenen Warnstufe sind Einreise und touristische Angebote möglich. Aktuell gilt:

  • Orangene Zonen: Hotels dürfen grundsätzlich Gäste aufnehmen. Bars und Restaurants dürfen dort nur mit einem Außer-Haus-Angebot öffnen.
  • Gelbe Zonen: Außengastronomie ist wieder erlaubt. Auch Museen und Ausstellungen können dort öffnen.
  • Weiße Zonen: In den weißen Zonen sind so gut wie alle Corona-Beschränkungen aufgehoben.

Ab Mitte Juni fallen weitere Regionen in die sogenannte Weiße Zone mit den lockersten Corona-Regeln, wie Gesundheitsminister Roberto Speranza in Rom ankündigte. Dazu gehören ihm zufolge unter anderem die norditalienischen Regionen Emilia-Romagna und Piemont, die Lombardei mit der Metropole Mailand, die Autonome Provinz Trient, Latium mit der Hauptstadt Rom und Apulien.

Dort entfallen unter anderem die nächtliche Ausgangssperre und die Beschränkungen in der Außengastronomie. Damit gelten für den überwiegenden Teil der Menschen in Italien nun die lockersten Corona-Regeln.

(jas/amw/dpa)