Corona-Krise

Niederlande: Maskenpflicht wird teilweise aufgehoben

In Amsterdam und Rotterdam müssen keine Masken mehr auf Plätzen getragen werden. Diese Corona-Regeln gelten jetzt in den Niederlanden.

Trotz Corona - 2021 wieder ganz normal in den Urlaub fliegen?

Diese Sachen sollten beachtet werden wenn man eine Reise für 2021 bucht.

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Berlin. 
  • In Amsterdam und Rotterdam wurde die Maskenpflicht für belebte Plätze aufgehoben
  • Ferienwohnungen und Bungalows werden in den Niederlanden vermietet
  • Seit dem 1. Juli sind alle Campingplätze und Ferienparks wieder ganz geöffnet, ebenso wie die sanitären Einrichtungen an Stränden und in Naturparks
  • Mindestabstand gilt weiterhin
  • Einreisen in die Niederlande sind uneingeschränkt möglich

Die Urlaubsplanung 2020 wird in der Corona-Krise von ständigen Veränderungen und neuen Regeln überschattet. Viele Deutsche planen deshalb Ferien in der Heimat oder in den Nachbarländern wie den Niederlanden. In Amsterdam und Rotterdam wurde jetzt die Maskenpflicht für belebte Plätze aufgehoben. Ab Montag muss in den Einkaufsstraßen, auf Märkten und auch im Rotlichtviertel keine Maske mehr getragen werden. Das kündigten die beiden niederländischen Städte am Freitag an.

Die Städte hatten die Maskenpflicht Anfang August angesichts schnell steigender Neu-Infektionen mit dem Corona-Virus eingeführt. Durch den Zustrom von Touristen und inländischen Besuchern konnte in großen Teilen der Innenstädte der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden. Die Behörden erwarten, dass sich die Lage durch das kühlere Wetter und das Ende der Hochsaison verbessert. Die Maskenpflicht war zunächst als Experiment gedacht. Die Erfahrungen damit sollen nun ausgewertet werden.

Worauf Sie bei der Reise in die Niederlande achten müssen und welche Corona-Einschränkungen gelten. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Corona und Urlaub: Kann ich in die Niederlande einreisen?

Für Deutsche ist der Holland-Urlaub weiter möglich. Grenzkontrollen finden nicht statt. Reisende aus Ländern, deren Gesundheitsrisiko gleich oder niedriger als das der Niederlande eingestuft ist, können einreisen. Deutschland ist als gleich eingestuft.

Flugreisende aus allen Ländern müssen vor Reiseantritt ein Gesundheitsformular ausfüllen und bei sich führen. Durchreisen sind ohne Beschränkungen möglich. Es kann zu Einschränkungen, Streichungen und Ausfälle bei Flugverbindungen und Fernbussen, sowie beim grenzüberschreitenden Gebrauch von Mietwagen kommen.

Regionale Schwerpunkte der Pandemie sind Amsterdam und Rotterdam. Aktuelle und detaillierte Zahlen bietet das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC). Amsterdam hat Touristen aufgerufen, auf Besuche am Wochenende zu verzichten - aus Sorge vor einer zweiten Corona-Welle. Tagesgäste sollten ihren Besuch lieber auf Montag bis Donnerstag verschieben. Von den schnell zunehmenden Neu-Infektionen sind besonders Amsterdam und Rotterdam betroffen. Dort gelten dann auch die strengsten Regeln.

Premier Mark Rutte ermahnte Touristen dringend, Gedränge in Amsterdam zu meiden. Der Zustrom von Touristen hat so zugenommen, dass der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist. Dieser ist Pflicht, auch in Geschäften und an Stränden. Lesen Sie hier: Nach dem Lockdown: Amsterdam kämpft gegen Party-Horden

Welche Corona-Regeln gelten in den Niederlanden?

Generell gelten in den Niederlanden die selben Grundregeln wie in Deutschland auch. Das bedeutet: Mindestabstand und Hygieneregeln sind einzuhalten.

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In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht. Touristen sollen aber Bus, Bahn oder Metro möglichst nicht zu Stoßzeiten nutzen. In Amsterdam wird die Missachtung der Maskenpflicht mit der Zahlungen von 95 Euro bestraft. Durchschnittlich liegt das Bußgeld in den europäischen Hauptstädten bei 127 Euro.

Was hat in den Niederlanden geöffnet?

Übernachtungsmöglichkeiten wie Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze sind geöffnet. Reservierungen sind nicht verpflichtend. Es wird jedoch empfohlen sich vorher über möglicherweise spezielle Hygieneregeln in der jeweiligen Unterkunft zu informieren.

Ein Platz in Kneipen und Restaurants muss reserviert werden, Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen. Museen sind geöffnet, die Besucherzahl wird über vorherige Online-Buchungspflicht reguliert. Strände sind geöffnet. Es kann jedoch zu Sperrungen von Parkplätzen und Zufahrten kommen.

(dpa/msb)

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