Spülmaschinen

Warentest: Günstige Geschirrspültabs schneiden gut ab

Geschirrspültabs sollen alles können: Reinigen, Glanz bringen und billig sein. Stiftung Warentest sagt nun, welche Marken das schaffen.

Stiftung Warentest hat Geschirrspültabs getestet: Vor allem Eigenmarken der Supermärkte brachten sauberes Geschirr.

Stiftung Warentest hat Geschirrspültabs getestet: Vor allem Eigenmarken der Supermärkte brachten sauberes Geschirr.

Foto: Martin Gerten / dpa

Berlin. Bei Geschirrspültabs gibt es sowohl beim Produktversprechen wie auch beim Preis deutliche Unterschiede. Die Stiftung Warentest hat nun 14 so genannte Multitabs getestet und kommt zu dem Ergebnis: gute Tabs müssen gar nicht teuer sein.

Die Multitabs versprechen, Alleskönner zu sein: Reinigen, Klarspülen, Trocknen und Wasser Enthärten schaffen sie zur gleichen Zeit. Für den Test hat die Stiftung Warentest mehr als 3400 Teller, Tassen und Gläser gespült. Mit sechs Reinigungstabs schnitt nicht einmal die Hälfte mit „gut“ ab. Dreimal gab es gar ein „mangelhaft“. Dazwischen erhielten vier Produkte die Note „befriedigend“, ein Produkt wurde als „ausreichend“ bewertet.

Was nach einem eher mittelmäßigen Ergebnis klingt, bringt aber gute Nachrichten für die Verbraucher: Die „guten“ Geschirrspültabs gibt es alle für sieben Cent pro Stück. Der Testsieger war Kauflands „K-Classic All in 1“. Insgesamt konnten günstige Eigenmarken großer Handels- und Drogeriemarktketten im Test überzeugen. Auch Aldi Süd, dm, Edeka, Netto Marken-Discount oder Norma schnitten mit „gut“ ab.

Tabs bei Stiftung Warentest: Öko-Tabs können mit Testsiegern nicht mithalten

Wer mit einem als umweltschonend beworbenen Produkt spülen möchte, kann die insgesamt mit „befriedigend“ bewertete Geschirrspülmittel „dm Denkmit Nature“ und „Domol Eco“ von Rossmann wählen – sie kosten jeweils zehn Cent je Tab. Andere Öko-Tabs fielen hingegen durch.

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Bei allen Öko-Tabs seien „die Rezepturen nicht ausgewogen genug“, urteilt Warentest-Projektleiter Konrad Giersdorf im Magazin „test“. Es mangele entweder an der Reinigungsleistung oder bei der Materialschonung. Wenn Gläser, Besteck oder die Maschine früh kaputt gehen und neu gekauft werden müssen, dann sei das „alles andere als nachhaltig“. Bei einzelnen Tabs seien schon nach nur 200 bis 300 Spülgängen Ablagerungen an Spülmaschinen und Inhalt festgestellt. Bei einem Produkt sei der Test deswegen vorzeitig beendet worden.

Geschirrspülen: So funktionieren Multitabs

Multitabs enthalten Reiniger, Klarspüler, Wasserenthärter und weitere Zusätze, die unter anderem beim Trocknungsprozess helfen sollen. Ihre Rezepturen sind in der Regel für kalkhaltiges Wasser bis 21 Grad deutscher Härte ausgelegt. Ist der Härtegrad höher, kommen die Tabs nach Angaben der Stiftung an ihre Grenzen.

Ist das Wasser weich, gelangt mit Tabs die volle Dosis Chemie ins Abwasser – was sich vermeiden ließe, wenn statt eines Multitabs unter anderem Klarspüler und Salz einzeln in die Maschinen kommen. Zu diesem getrennten Einsatz raten die Tester bei Spülmaschinen-Kurzprogrammen.

Wer mit der Hand spült, kommt mit Tabs hingegen nicht weit, sondern ist auf Spülmittel angewiesen. Drogeriemärkte wagen dabei nun neue Verkaufswege. Bei Rossmann und dm könnten Kunden Spüli bald selbst abfüllen. Hingegen sollten Kunden auch darauf achten, welches Mittel man einsetzt. Denn die Stiftung Warentest vergab 2018 schlechte Noten für Handspülmittel. (dpa/ac)