Verbraucher

Chlorat-Belastung: Aldi-Tiefkühlfisch wird zurückgerufen

Pangasiusfilets der Marke „Golden Seafood“ können Chlorat-belastet sein. So könnten die Salze in den Aldi-Tiefkühlfisch gekommen sein.

Aldi Nord war zuletzt von mehreren Rückrufen betroffen.

Aldi Nord war zuletzt von mehreren Rückrufen betroffen.

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Berlin/Mülheim. Bei Aldi Nord vertriebener Tiefkühlfisch der Marke „Golden Seafood“ wird zurückgerufen. Bei einer Untersuchung sei eine erhöhte Belastung mit Chlorat festgestellt worden, teilte das Unternehmen Clama in Mülheim/Ruhr mit. Betroffen seien ausschließlich Pangasius-Filets mit

  • Losnummer VN126 VI017 und Mindesthaltbarkeitsdatum 06.03.2021

Eine gesundheitliche Beeinträchtigung könne nicht ausgeschlossen werden. Der Fisch, der auch in ganz Ostdeutschland verkauft wurde, könne in jeder Aldi-Nord-Filiale zurückgegeben werden.

Chlorate sind Salze der Chlorsäure. Natrium- und Kaliumchlorat wurden in der Vergangenheit zur Unkrautbekämpfung eingesetzt. In der EU sind heutzutage keine Anwendungen von chlorathaltigen Pflanzenschutzmitteln oder Biozidprodukten mehr erlaubt.

Belasteter Tiefkühlfisch bei Aldi: Chlorat mindert die Jodaufnahme

Chlorat kann jedoch bei der Verwendung von chlorhaltigen Substanzen zur Reinigung oder Desinfektion als Nebenprodukt entstehen.

Chlorat kann nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung beim Menschen dazu führen, dass die Jodaufnahme gehemmt wird. Das kann bei Risikogruppen zeitweilige Veränderungen des Schilddrüsenhormonspiegels verursachen.

Im Oktober war Aldi Nord bereits von Rückrufen für keimbelastete Milch, Fertigsalate unter Listerien-Verdacht und Toastbrot mit Kunststoffteilchen betroffen. Im Juli ergingen Rückrufe wegen Plastikteilen in Schoko-Cookies, Metall in Röstzwiebeln und wiederum Kunststoff in Hackfleisch, im Juni ging es um Holzsplitter in Eis am Stiel, Kinderjeans mit Erstickungsgefahr, im Mai um Schimmelpilzgifte in Nuss-Mischungen. (dpa/max)