Keime

Gefährliche Wilke-Wurst: Acht Betriebe in Duisburg beliefert

Acht Duisburger Betriebe sollen mit Wurst des Herstellers Wilke beliefert worden sein. Lebensmittelüberwachung ordnete Verkaufsstopp an.

In den Produkten des Herstellers Wilke aus Twistetal in Hessen waren mehrfach Listerien-Keime nachgewiesen worden.

In den Produkten des Herstellers Wilke aus Twistetal in Hessen waren mehrfach Listerien-Keime nachgewiesen worden.

Foto: Uwe Zucchi / dpa

Duisburg. Nach zwei Todesfällen durch keimbelastete Fleischwaren des Herstellers Wilke sollen auch Betriebe in Duisburg vom Rückruf der Fleischwaren des hessischen Unternehmens betroffen sein. „Nach bisherigen Erkenntnissen sind acht Duisburger Betriebe davon betroffen“, sagt Peter Hilbrands, Pressesprecher der Stadt Duisburg. Zu diesen zählen sechs Großhändler, ein Altenzentrum und ein Partyservice.

Der Rückruf werde von der Lebensmittelüberwachung der Stadt Duisburg überwacht, so Hilbrands weiter. „Alle betroffenen Betriebe wurden von der Lebensmittelüberwachung informiert. Sofern der Rückruf der Ware in den Betrieben noch nicht bekannt war, wurde ein umgehender Verkaufsstopp angeordnet“, teilt der Stadtsprecher mit.

Ikea mit Produkten von Wilke beliefert

Zuletzt wurde bekannt, dass auch der Möbelkonzern Ikea mit Produkten des Wurstherstellers beliefert wurde. Über einen Großhändler habe Ikea Deutschland für seine Kundenrestaurants Wurst-Aufschnitt des in die Schlagzeilen geratenen Unternehmens erhalten. Der Verkauf aller Produkte des Herstellers wurde umgehend gestoppt.Hier gibt es mehr Artikel, Bilder und Videos aus Duisburg

Mehrfach sollen in Wurstwaren der Firma Wilke gefährliche Keime nachgewiesen worden sein. Die Waren werden mit zwei Todesfällen und 37 weiteren Krankheitsfällen in Verbindung gebracht. Der Betrieb wurde mittlerweile geschlossen, der Hersteller beantragte die Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens. Der hessische Landkreis Waldeck-Frankenberg hatte zuvor als Aufsichtsbehörde den Betrieb mit 200 Mitarbeitern am Dienstag vergangener Woche geschlossen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. (mit dpa)