Gesetzesänderungen

Änderungen im Mai: Neue Euro-Scheine und billige Telefonate

Einige Deutsche können sich im Mai über höhere Löhne freuen und diese gleich in neuen Scheinen entgegennehmen. Was sich noch ändert.

Ab Mai gibt es neue 100-Euro-Scheine. Doch es gibt es auch weitere Änderungen für Verbraucher.

Ab Mai gibt es neue 100-Euro-Scheine. Doch es gibt es auch weitere Änderungen für Verbraucher.

Foto: Jens Büttner / dpa

Berlin. Bei den Änderungen für Verbraucher im Mai 2019 geht es vor allem ums Geld: Zum einen steigt in einer Branche der Mindestlohn, zum anderen bekommen theoretisch alle Bürger bald neue Geldscheine in die Hand.

Dabei ist es gut möglich, dass einige Verbraucher ihr Geld länger behalten können, als bisher. Denn eine Frist bei der Steuererklärung, die sonst im Mai endete, fällt weg. Und damit fallen auch mögliche Steuernachzahlungen später an.

Mai: Das sind die wichtigsten Änderungen

Neue 100- und 200-Euro-Scheine kommen in Umlauf

Nach und nach stellt die Europäische Zentralbank den Bestand an Geldscheinen um. Die neuen Scheine sollen vor allem sicherer sein. Ab dem 28. Mai 2019 kommen die neuen 100-Euro-Scheine und die Noten im Wert von 200 Euro in Umlauf.

Die neuen Scheine sind Teil der so genannten „Euro-Serie“. Die Serie bildet die zweite Generation von Scheinen ab. Den Namen hat die Serie daher, dass zwei der Sicherheitsmerkmale ein Porträt der Figur Europa aus der griechischen Mythologie enthalten.

In der neuen Form der „Euro-Serie“ sind bereits Scheine im Wert von fünf, zehn, 20 und 50 Euro erschienen. Mit dem 100- und 200-Euro-Schein ist die Serie dann komplett. Einen neuen 500-Euro-Schein wird es nämlich nicht mehr geben. Neue Euro-Scheine: Daran erkennt man echte 100er und 200er.

Mindestlohn für Maler und Lackierer steigt

Bereits im Januar, März und April gab es Änderungen beim Mindestlohn und auch im Mai gibt es in einer Branche eine Erhöhung des Lohns. Die unterschiedlichen Daten lassen sich durch unterschiedliche Vereinbarungen wie Tarifverträge in den Branchen erklären.

Ab Mai steigt der Mindestlohn dann für Maler und Lackierer. Statt 10,60 Euro pro Stunde erhalten ungelernte Arbeitnehmer dann 10,85 Euro. Gesellen in Ostdeutschland bekommen nach erfolgreicher Ausbildung 12,95 Euro pro Stunde. Bisher waren es dort 12,40 Euro. In Westdeutschland liegt der Mindestlohn für Gesellen bereits seit Mai 2018 bei 13,30 Euro und wird erst 2020 auf 13,50 Euro angehoben.

Beim Mindestlohn gab es in jüngster Vergangenheit Diskussionen darum, ob Arbeitnehmer diesen auch wirklich zahlen. Der DGB fordert deshalb schärfere Sanktionen bei Verstößen.

Telefonate und SMS ins EU-Ausland werden günstiger

Ab dem 15. Mai werden die Gebühren für Telefonate und SMS ins EU-Ausland gedeckelt. Wer ab Mitte Mai in die Niederlande, nach Polen oder Frankreich telefoniert, zahlt dann nur noch maximal 19 Cent pro Minute. Dieser Maximalpreis gilt sowohl für Festnetzanrufe wie auch für Handy-Telefonate.

Die Kosten für eine SMS werden ebenfalls gedeckelt. Der Höchstpreis liegt in Zukunft bei sechs Cent pro Nachricht.

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Steuererklärung: Frist im Mai fällt weg

Wer seine Steuererklärung bisher fristgerecht einreichen wollte, hatte immer den 31. Mai im Blick. Bürger, die bis dahin nicht fertig waren, mussten mit einer Mahnung des Finanzamtes rechnen. Doch die Frist verschiebt sich.

Ab 2019 muss die Steuererklärung erst bis zum 31. Juli eingereicht werden. Wer krank ist, umzieht oder einen Steuerberater mit der Steuererklärung beauftragt, hat sogar noch länger Zeit. Wer 2019 am meisten von Steuersenkungen profitiert.

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Europawahl im Mai: Neues EU-Parlament wird gewählt

Am 26. Mai sind deutsche Bundesbürger aufgerufen, ihre Stimme zur Europawahl abzugeben. Die Änderungen, die die Europawahl mit sich bringen wird, werden wohl nicht mehr im Mai für Verbraucher zu spüren sein, doch dass sie kommen werden, steht fest.

• Hintergrund: Europawahl: Das sind die Parteien und ihre Spitzenkandidaten

So rechnen Beobachter damit, dass sich die Sitzverteilung im Parlament deutlich verändern wird. Die Konsequenz könnte sein, dass sich politische Entscheidungen in Zukunft auch auf andere Felder beziehen werden. Dabei entscheidet das Parlament oft über Regeln, die Verbraucher direkt betreffen.

Zuletzt entschied das EU-Parlament: Die Zeitumstellung soll 2021 abgeschafft werden. Zudem hatte sich das Parlament in Straßburg mit dem Umweltschutz beschäftigt und ein Plastikverbot beschlossen – Was bald alles verboten ist.

Das waren die Änderungen in den vergangenen Monaten:

Gurken, Mindestlohn, Fahrverbote: Das ändert sich im April

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WhatsApp, Arzneien, Staubsauger – Das ändert sich im Februar

Online-Banking, Steuern, Renten: Das ändert sich alles 2019

(Aaron Clamann)