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Zeitumstellung: Das Wichtigste zur Sommerzeit ab 31. März

In der Nacht zum 31. März wurden die Uhren umgestellt. Warum dauert die Abschaffung der Zeitumstellung noch? Fragen und Antworten.

Darum ergibt die Zeitumstellung keinen Sinn

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Darum ergibt die Zeitumstellung keinen Sinn

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Berlin.  Die Zeitumstellung sollte in der Europäischen Union - und damit in Deutschland - längst abgeschafft werden. Doch nach vielen Diskussionen, wird die Zeitumstellung für den Sommer noch einmal durchgeführt. Erst 2021 ist das Hin- und Her zwischen Sommer- und Winterzeit beendet.

Endlich ist es wieder länger hell: Am Sonntag, 31. März 2019, wurde die Uhr auf Sommerzeit umgestellt. Wir erklären, warum umgestellt wird und wann die Zeit vor- oder zurückgestellt wird. Zudem sagen wir, seit wann es die Zeitumstellung gibt und wann sie in Deutschland abgeschafft werden soll. Auch klären wir die Frage, ob Smartphones wie etwa das iPhone sich automatisch umstellen? Und beeinflusst die Zeitumstellung die Einnahme der Pille bei der Frau?

Wann war die Zeitumstellung 2019?

Am 31. März 2019 wurde die Zeit um 2 Uhr nachts umgestellt. Die Uhren wurden dann um eine Stunde vorgestellt. Die Nacht war an diesem Datum dann kürzer. Man hatte also eine Stunde weniger Schlaf. Dafür wird es aber abends auch später dunkel.

Zeitumstellung abschaffen: Was ist daraus geworden?

Tatsächlich hatte die EU-Kommission im vergangenen Jahr verkündet, dass die Umstellung auf Sommerzeit im März 2019 das letzte Mal erfolgen soll. Das hatte eine Debatte um die Zeitumstellung ausgelöst. Der zentrale Punkt in der Debatte ist die Frage danach, welche Zeit die EU-Mitgliedsstaaten nach der letzt Umstellung behalten: Sommer- oder Winterzeit? Weil es noch keine Einigung gibt, wurde die letzte Zeitumstellung verschoben. Der zuständige Verkehrsausschuss des EU-Parlaments hat 2021 als Datum empfohlen.

So will es nun auch das EU-Parlament. Das Ende der Zeitumstellung könnte Folgen für Schüler haben: Beginnt die Schule künftig später?

In einer europaweiten Internetumfrage der Kommission hatte sich 2018 die Mehrheit der Befragten EU-Bürger für eine Abschaffung der EU-Zeit ausgesprochen. Auch das Europäische Parlament hatte sich für eine Abschaffung ausgesprochen.

Die Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge für die dauerhafte Sommerzeit. Doch es gibt Bedenken: Forscher warnen bereits vor der ewigen Sommerzeit.

Welche Zeit danach gilt, soll jeder EU-Mitgliedsstaat selbst entscheiden. .Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker weist nun Befürchtungen wegen eines Flickenteppichs durch die Zeitumstellung zurück.

Zeitumstellung – die wichtigsten Fakten:

  • Zwei Mal im Jahr werden die Uhren umgestellt: einmal im Frühjahr und einmal im Herbst
  • Das letzte Mal wurden die Uhren am 31. März 2019 umgestellt
  • Um 2 Uhr in der Nacht wurden die Uhren auf 3 Uhr vorgestellt
  • Eigentlich wollte die EU die Zeitumstellung abschaffen, wann ist aber unklar

Uhrumstellung März 2019: Wie stelle ich meine Uhr um?

Am einfachsten macht es sich, wer eine Funkuhr hat: Derjenige muss morgens nicht erstmal alle Uhren umstellen. Die Zeit von Funkuhren richtet sich nach den Daten der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig.

Stellt sich das Smartphone wie etwa das iPhone automatisch um?

Dort sind vier Atomuhren im Einsatz. Die Caesium-Uhr CS2 liefert seit 1991 die Zeit, die an Funkuhren übermittelt wird. Auch die meisten Handys wie etwa das iPhone müssen nicht auf die Winterzeit eingestellt werden – Sie holen sich die aktuelle Uhrzeit aus dem Funknetz.

Was ist die richtige Zeit? Sommer- oder Winterzeit?

Ob eine Zeit richtig oder falsch ist, liegt im Auge des Betrachters. Das kennt jeder von Treffen mit Freunden, die immer zu spät kommen. Bei der Zeitumstellung lässt sich aber durchaus eine Standardzeit benennen. Denn bevor die Zeitumstellung, wie wir sie kennen eingeführt wurde, liefen Uhren in Deutschland so, wie sie es nach der Winterzeit tun.

In den 1970er Jahren wurde in Deutschland erstmals auf Sommerzeit umgestellt. Umstritten ist allerdings, ob nach einer Abschaffung der Zeitumstellung die Sommer- oder wieder die Winterzeit zum Standard wird (siehe unten).

Neben der Sommer- und Winterzeit gibt es aber auch noch die koordinierte Weltzeit UTC (französisch: Temps universel coordonné). Die deutsche bzw. mitteleuropäische Winterzeit entspricht der Angabe UTC+1.

Warum gibt es die Zeitumstellung?

Die Zeitumstellung auf Sommerzeit in der EU (damals EWG) wurde im Jahr 1976 eingeführt, weil durch die Einführung der Sommerzeit Energie gespart werden sollte. Das Argument: weil es abends länger hell blieb, musste nicht so viel Energie für elektrisches Licht oder andere Hilfsmittel aufgewendet werden.

Frankreich hatte nach der Ölkrise 1973 die jährliche Umstellung auf Sommerzeit wieder eingeführt – alle anderen Mitglieder der damaligen EG (Europäische Gemeinschaft) hatten sich angeschlossen. Bis 1981 hatten alle Mitgliedsstaaten die Umstellung eingeführt. Ob tatsächlich Energie gespart wurde, ist umstritten.

Das Umweltbundesamt ist sich sogar sicher: Die Zeitumstellung spart keine Energie. „Zwar wird durch die Zeitumstellung im Sommer tatsächlich abends weniger häufig das Licht angeknipst – im Frühjahr und Herbst jedoch wird in den Morgenstunden auch mehr geheizt.

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Das hebt sich gegenseitig auf“, heißt es. Kritiker der Umstellung hatten argumentiert, dass der Wechsel den Biorhythmus von Menschen beeinträchtige und zudem im Winter die Gefahr von Wild-Unfällen im Straßenverkehr erhöhe, weil es abends früher dunkel sei.

So sind Tiere, die im Dunkeln auf der Straße stehen erst später zu sehen. Zudem sind viele Wildtiere in der Dämmerung auf dem Weg zurück zu ihren Schlafplätzen.

Wie lange gibt es die Zeitumstellung?

Schon der US-amerikanische Wissenschaftler und Politiker Benjamin Franklin hatte 1784 eine Zeitumstellung zur Diskussion gestellt. Auch ihm ging es um Einsparungen beim elektrischen Licht. Die erste Umstellung auf Sommerzeit in den USA gab es im Jahr 1918, die Zeitumstellung in ihrer jetzigen Form gibt es in Deutschland seit 1981.

Seitdem wird am letzten Sonntag im März auf Sommerzeit umgestellt, am letzten Sonntag im Oktober auf Winterzeit. Im Jahr 1980 gab es eine einmalige Umstellung auf Sommerzeit am 6. April.

Beeinflusst die Zeitumstellung Tiere?

Nicht nur Menschen beeinflusst die Zeitumstellung: Auch Wildtiere wie Hirsche und Rehe orientieren sich an ihrem eigenen natürlichen Rhythmus und sind weiterhin hauptsächlich in der Dämmerung unterwegs, teilt der Deutsche Jagdverband (DJV) mit.

Und diese fällt nun für mehrere Wochen mit dem Berufsverkehr am Morgen zusammen. Dadurch steigt die Gefahr von Wildunfällen. Vor allem morgens und abends seien die Tiere unterwegs. Schwerpunkte: Landstraßen und Feld- und Waldgebiete. Hier sollten Autofahrer gerade in der Dämmerung aufpassen und schon vor entsprechenden Stellen langsamer werden.

Pille bei der Zeitumstellung - was müssen Frauen beachten?

Viele Frauen nehmen die Pille zur selben Uhrzeit. Müssen sie nun den Zeitpunkt verändern? Nur bedingt: Bei gestagenhaltigen Minipillen ist der Zeitpunkt sehr wichtig. Aber auch hier können sich Frauen ein wenig Abweichung erlauben. Mehr als 90 Minuten sollten es aber nicht sein. Generell dürften Frauen bei der gewählten Uhrzeit bleiben, nach wenigen Tagen hat der Körper das wieder ausgeglichen.

Was sind Eselsbrücken für die Zeitumstellung?

Es gibt zahlreiche Eselsbrücken, die einem helfen, die Uhr richtig umzustellen. Eine der bekanntesten ist der Vergleich zu Gartenmöbeln. Im Winter stellt man diese zurück ins Haus oder den Keller. Genau stellt man auch die Uhr zurück. Im Sommer werden die Möbel dann wieder vor das Haus gestellt – so wie auch die Uhr vorgestellt wird.