Weniger Fett, gleicher Genuss – das versprechen Heißluftfritteusen, auch Airfryer genannt. Aber ist die Zubereitung darin wirklich gesünder als im Backofen oder in der Fritteuse? Bei Ernährungsexperte Dr. Matthias Riedl steht seit ihrem Markteintritt im Jahr 2006 eine Heißluftfritteuse in der Küche. Der Ernährungsmediziner und ärztlicher Leiter des Medicum Hamburg verrät, wie man damit Pommes, Chicken Nuggets und Co. zubereitet, ohne ungesunde Stoffe im Essen zu riskieren und wann andere Methoden der Zubereitung die bessere Wahl sind.
- Gesunde Mahlzeit: Döner das perfekte Mittagessen? Dr. Riedl verrät, was besser ist
- Diätform: Ketogene Ernährung: Dr. Riedl warnt vor Langzeitfolgen
- Vitamine und Co.: Mit dieser Zubereitung wirkt grünes Gemüse wie ein Zaubertrank
- Interview: Dr. Riedl über Ernährungs-Fehler: „Essen uns um Kopf und Kragen“
Airfryer als gesunde Fritteuse? Dr. Riedl klärt auf
Das Prinzip einer Heißluftfritteuse ist schnell erklärt: Statt in Öl zu schwimmen, werden die Lebensmittel im Airfryer von heißer, zirkulierender Luft umströmt (bis zu 200 °C). Ein Ventilator verteilt diese Luft gleichmäßig, sodass das Gargut außen knusprig und innen saftig wird. Das Ganze funktioniert ohne beziehungsweise mit einer sehr geringen Menge Fett. „Ein Airfryer ist aus ernährungsmedizinischer Sicht tatsächlich die gesündere Alternative zur Fritteuse, weil der Energie- und Fettgehalt der Speisen deutlich niedriger ist“, erklärt Dr. Matthias Riedl.
Eine im Fachjournal „Journal of Food Science“ veröffentlichte Studie zeigt, dass Airfryer-Pommes rund 80 Prozent weniger Fett enthalten als klassisch frittierte Pommes. Eine Portion Pommes (150 Gramm) aus der Heißluftfritteuse spart umgerechnet also rund 170 bis 190 Kilokalorien im Vergleich zur klassischen Fritteuse.