Es gibt wohl kaum einen Dinosaurier, über den wir so viel wissen, wie über den Edmontosaurier, auch Entenschnabelsaurier genannt. Und dank dem Paläontologen Paul Sereno dürften wir jetzt sogar noch ein bisschen mehr über ihn wissen. Denn: Sereno entdeckte jüngst sehr gut erhaltene Überreste des besagten Sauriers, wie er jetzt in der Fachzeitschrift Science berichtet.

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Sereno ist gemeinsam mit seinem Team in den US-Bundesstaat Wyoming gefahren, wo der Fossilienjäger Charles H. Sternberg bereits im Jahr 1908 und im Jahr 1910 Edmontosaurier-Fossilien gefunden hatte. Warum also nicht noch einmal? Anhand historischer Fotografien und Briefe ermittelten die Forschenden die ungefähren Orte, an denen im letzten Jahrhundert bereits erfolgreich Saurierüberreste gefunden wurden – und wurden erneut fündig.

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Das Besondere: Sereno und sein Team fanden nicht nur Fossilien, sondern sogar mumifizierte Edmontosaurier. Somit konnten sie nicht nur die Knochen der ausgestorbenen Tiere untersuchen, sondern auch weitere Teile der Tierkörper. Wie sie in der Fachzeitschrift Science berichten, war unter anderem ein junges Tier dabei, bei dem erstmals die gesamte Stachelreihe von der Hüfte bis zur Schwanzspitze erhalten geblieben ist. Ein weiteres Novum: Es ist zudem das erste Reptil, bei dem Hufe festgestellt werden konnten – der größte von ihnen ganze 15 Zentimeter lang.

Edmontosaurus annectens, a hadrosaurid from the Late Cretaceous period.
Die Animation zeigt, wie die Edmontosaurier ausgesehen haben könnten. © picture alliance / Stocktrek Images | Roman Garcia Mora

Die Funde Serenos und seines Teams liefern der Paläontologie nun das älteste Landwirbeltier mit Hufen, zudem auch das erste Beispiel eines Huftiers, das sich zweibeinig fortbewegen konnte, und die erste Huftierspezies mit unterschiedlicher Vorder- und Hinterfußhaltung. Funde, die zeigen, dass nach den beiden erfolgreichen Funden im 20. Jahrhundert tatsächlich alle guten Dinge drei sein können.