• Sie litt lange an Depression und spürte, dass etwas mit ihr nicht stimmte
  • Mit 65 bekam sie schließlich die Diagnose: Alzheimer im Frühstadium
  • Offen und mutig spricht Petra über ihre Erkrankung und teilt ihre Erfahrungen

Wenn Petra spricht, strahlt ihre freundliche Stimme Zuversicht aus, Lebensmut und Optimismus. Sie klingt wie eine Frau, die ihr Schicksal annimmt und sich nicht unterkriegen lässt. Dabei weiß sie erst seit kurzem, was sie lange nur geahnt hat. „Dass ich Alzheimer habe, habe ich erst vor vier Wochen erfahren“, sagt Petra im Gespräch mit dieser Redaktion. Die 65-Jährige saß im Uniklinikum Aachen (NRW), als die Neurologin zu ihr kam und die vier Worte sagte, mit denen Petra nicht gerechnet hatte „Wir haben etwas gefunden.“ Bevor sie nachschob: „Es ist erst am Anfang, aber es ist sichtbar. Sie haben die Alzheimer-Krankheit.“

„Ich war total gefasst, mein Mann war sprachlos, entsetzt und traurig“, sagt Petra. Sie sei erleichtert gewesen. Endlich weiß sie, woran sie ist, und kann sich ihre früheren Aussetzer, bei denen ihr kein Arzt wirklich helfen konnte, heute besser erklären. „Endlich habe ich die Bestätigung, dass in meinem Kopf etwas nicht stimmt.“ Zweiter Gedanke: „Wir müssen unseren Nachlass regeln und mit den Kindern sprechen. Ich weiß ja nicht, wann meine Krankheit ausbricht und ich zum Pflegefall werde.“