Sonderkonzert: Puccini und Chausson

Christian Thielemann, der seine Wagner-Interpretationen als gleichzeitige "Vermittlung von Rausch und Klarheit" charakterisierte, gilt als einer der Wagner-Dirigenten, die sich am tiefsten auf diese unausschöpfliche Musik einzulassen wissen. Zu einem besonderen Ereignis dürften sich aber auch die Sonderkonzerte am 30. April und 2. Mai gestalten (jeweils 20 Uhr), für die der Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin das "Poème de l'amour et de la mer" des Franzosen Ernest Chausson sowie Puccinis Einakter "Suor Angelica" ausgewählt hat.

Beides sind Werke, denen man nicht eben häufig begegnet. Ernest Chausson, der als Vorläufer des französischen Impressionismus gilt, verfasste mit seiner dramatische Gesangsszene "Poème de l'amour et de la mer", ein symphonisches Gedicht auf Texte von Maurice Bouchor im ergreifenden Sehnsuchtston. Als Interpretin konnte die bedeutende irische Mezzosopranistin Ann Murray gewonnen werden.

"Suor Angelica", das mittlere Werk von Puccinis Opern-Trilogie "Il Trittico", wird oft vernachlässigt. Cristina Gallardo-Domas und Felicity Palmer sowie hervorragende Solistinnen der Deutschen Oper Berlin sind die Interpretinnen der konzertanten Aufführung dieser Puccini-Oper.