Gute Noten für den Grunewald

Revierförster Andreas Constien ist zufrieden. Gelbe Blätter in vielen Farbnuancen schmücken die Buchen und Birken, der Grunewald im Revier Dachsberg zeigt sein Herbstkleid.

Revierförster Andreas Constien ist zufrieden. Gelbe Blätter in vielen Farbnuancen schmücken die Buchen und Birken, der Grunewald im Revier Dachsberg zeigt sein Herbstkleid. Constien ist seit 1987 für das Waldstück verantwortlich. "Die Bäume wachsen so gut, wie ich es noch nie erlebt habe", sagt er. Zwar habe es zu wenig geregnet - bisher nur 70 Prozent des Jahressolls - doch die Luftfeuchtigkeit sei hoch. Auch die Eichen hätten nicht unter der Trockenheit gelitten. "Man kann fast keine Waldschäden erkennen."

Seit Constien für das Revier Dachsberg zuständig ist, hat es sich in großen Teilen gewandelt. Aus der Kiefern-Monokultur, die Anfang der 50er-Jahre des vorigen Jahrhunderts angelegt wurde, ist ein Mischwald geworden. Der Förster hat den Bestand an amerikanischen Roteichen verringert. An ihrer Stelle sind Buchen gewachsen. Die Bäume stehen nicht mehr so dicht wie früher - nur noch rund 1000 auf einem Hektar. Sie bekommen genügend Licht und behindern sich nicht im Wachstum.

In diesen Tagen beginnt im Revier der Holzeinschlag, der bis zum Frühjahr dauern wird. Rund 100 Hektar sind betroffen. Die Bäume, die gefällt werden sollen, hat Constien mit roter Farbe markiert. "Etwa 4000 Kubikmeter Holz", sagt er. Das wird dann abtransportiert zu Papier verarbeitet.

saf