Ungewöhnliche Rekordfahrten mit kleinen Paddelbooten

Ein Kanu ist klein, doch manchem ist es noch nicht klein genug - aus diesem Gedanken entstanden die Faltboote, die man nach Gebrauch zusammenklappen und in Bahn, Bus und Flugzeug bequem nach Hause transportieren kann.

Ein Kanu ist

klein, doch manchem ist es noch nicht klein genug - aus diesem Gedanken entstanden die Faltboote, die man nach Gebrauch zusammenklappen und in Bahn, Bus und Flugzeug bequem nach Hause transportieren kann. Faltboote haben ein klappbares Grundgerüst und eine wasserdichte Bootshaut zum Drüberspannen. Vor 100 Jahren kaufte Johann Klepper dem Erfinder Alfred Heurich seine Faltboot-Konstruktion ab und entwickelte das Klepper-Boot, das es bis heute gibt. Jahresproduktion: 1500 Stück.

1956 gelang

dem deutschen Arzt Hannes Lindemann mit einem nur 5,50 Meter langen Klepper Aerius II eine Atlantiküberquerung. Die Reise dauerte 72 Tage, Lindemann war mit Mast und Segel unterwegs. Als Arzt interessierten ihn vor allem die psychischen und körperlichen Belastungen, die Fahrt war eher ein Selbstversuch.

Die weiteste

Reise mit einem Faltboot schaffte Oskar Speck, der zwischen 1932 und 1939 von Ulm nach Australien paddelte. Dort wurde er als Kriegsgefangener festgenommen und blieb bis 1945 in Haft.