Wohnviertel am Südkreuz geplant

Den jahrzehntelang unterentwickelten Stadtflächen am Sachsendamm steht jetzt ein Aufstieg zu einem lebendigen Zentrum bevor: Ikea und Bauhaus, Fernbahnhof Südkreuz und Möbel Kraft ziehen Hunderttausende von Besuchern in die ehemalige Ödnis.

Den jahrzehntelang unterentwickelten Stadtflächen am Sachsendamm steht jetzt ein Aufstieg zu einem lebendigen Zentrum bevor: Ikea und Bauhaus, Fernbahnhof Südkreuz und Möbel Kraft ziehen Hunderttausende von Besuchern in die ehemalige Ödnis. Deshalb hoffen die Planer auch für die so genannte Linse auf bessere Zeiten. Das Gelände zwischen Sachsendamm und Ringbahn wurde zum Stadtumbaugebiet erklärt und soll innerhalb von 20 Jahren zum feinen Wohn- und Gewerbeort veredelt werden. Als "eines der wichtigsten Projekte im Bezirk" bezeichnet Stadtplanungsamtsleiter Siegfried Kroll die Linsenentwicklung.

Bisher ist vom Aufschwung allerdings noch nichts zu sehen: Der Bahnhof Südkreuz am östlichen Ende der Linse steht noch ziemlich alleine dort. Am Tempelhofer Weg reihen sich Autowerkstätten, Kleingewerbe-Flachbauten und ein Hundeauslaufgebiet.

Sobald Investoren gefunden sind, wird gegenüber dem Südkreuz ein grüner Platz mit Wohnhäusern entstehen. Entlang dem sukzessive zum Boulevard ausgebauten Tempelhofer Weg soll dann die Stadtentwicklung nach Westen fortgesetzt werden. Entlastung und zusätzlichen Schwung zugleich verspricht die geplante neue Straße vom Südkreuz zur Kolonnenstraße.

Zweites Hauptanliegen Krolls ist der Ausbau neuer Grüntrassen. Gerade werden Flächen angekauft, um einen Grünzug von der Crellestraße über Cheruskerpark, Linse und Südkreuz zum Naturpark Südgelände auf der einen und zum Gleisdreieck auf der anderen Seite zu schließen. Voraussetzung dafür ist aber ein Durchstich durch die Bahntrasse an der Torgauer Straße.

Bei allen schönen Plänen wird es die Linse aber auch schwer haben, sich gegen Konkurrenz durchzusetzen. Für das nördlich angrenzende Gasometergelände werden im November Investorenideen im Stadtplanungsausschuss vorgestellt. Und jenseits des Südkreuzes geht es an der ehemaligen General-Pape-Kaserne und jetzigen "Kulturkaserne" besonders durch den Anschluss über den neuen Ballonfahrerweg schon jetzt voran.