Gedächtnis

Wie Erinnern funktioniert -Erinnerungen manifestieren sich im Gehirn in Form von Verschaltungen innerhalb eines Netzes von Nervenzellen.

Wie Erinnern funktioniert

-Erinnerungen manifestieren sich im Gehirn in Form von Verschaltungen innerhalb eines Netzes von Nervenzellen. Je häufiger derselbe Vorgang wiederholt wird, etwa beim Auswendiglernen, desto fester werden die betreffenden Verbindungen zwischen den Neuronen. So wird das Gelernte Teil des Langzeitgedächtnisses. Beim Erinnern wird dieses Verschaltungsmuster aktiviert.

Wie Vergessen funktioniert

-Nebensächlichkeiten gelangen meist nicht ins Kurzzeitgedächtnis, im Gehirn wird kein spezielles Verschaltungsmuster angelegt. Möglicherweise besitzt das Gehirn sogar einen Mechanismus, Erinnerungen aktiv zu löschen, worauf neuere Forschungen hindeuten. Ein System, das unterschiedslos Informationen speichert und abrufbereit hält, würde eigentlich im totalen Durcheinander enden. Deshalb muss ein Gehirn auch vergessen können.

Das Phänomen zu guter Erinnerung

- Die Neuropsychologen der University of California in Irvine, die Jill Price untersucht haben, fanden heraus, dass ihr die Fähigkeit fehlt, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, was sie als "hyperthymestisches Syndrom" (Krankheitsbild einer zu guten Erinnerung) bezeichneten. Die Ursachen für dieses Phänomen sind ihnen noch unbekannt. Sie vermuten, dass Prices Ordnungsliebe und ihre Leidenschaft für Kalender und persönliche Daten etwas damit zu tun haben könnten. Bislang fanden sie noch zwei weitere Menschen mit ähnlichem Erinnerungsvermögen.