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Naturschutz: Deutscher Umweltpreis geht an Energieexperten ++ Tiere: Experte warnt vor ungeschulten Stadt-Imkern ++ Psychologie: Tiere können bei seelischen Krankheiten helfen

Deutscher Umweltpreis geht an Energieexperten

Bundespräsident Joachim Gauck hat am Sonntag in Kassel drei Umweltschützer mit dem 22. Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet. Ein Preisgeld von jeweils 245.000 Euro erhielten der Wuppertaler Professor für Energiewirtschaft, Peter Hennicke, 72, und der Recyclingexperte Professor Gunther Krieg, 72, aus Karlsruhe. Den mit 10.000 Euro dotierten Ehrenpreis bekam der Umweltschützer Hubert Weinzierl, 78, für sein lebenslanges Engagement im Naturschutz.

Der Bundespräsident würdigte die Ideen, die Beharrlichkeit und den Weitblick der Preisträger. Sie motivierten zum Umdenken. Nur durch alternative Arten des Umgangs mit Ressourcen und Ökosystemen würden langfristig die Grundlagen des gesellschaftlichen Wohlergehens bewahrt, sagte Gauck.

Experte warnt vor ungeschulten Stadt-Imkern

Die zunehmende Zahl an Stadt-Imkern, die sich auf ihrem Balkon nur ein oder zwei Bienenvölker halten, ist für den Deutschen Imkerverband nicht nur positiv. „Es ist schön, dass sich aktuell so viele junge Leute für die Imkerei interessieren. Aber sie halten zu wenig Bienenvölker und sind nicht immer gut geschult“, sagte Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes, im bayerischen Schwarzach. „Das Halten eines Bienenvolkes ist zwar ein guter Einstieg, aber das kann es nicht gewesen sein. Das ist nicht die Botschaft, die wir verbreiten wollen“, so Maske. Es sei besser, acht bis neun Völker gleichzeitig zu halten. So sei zum einen der Verlust eines Volkes leichter zu verkraften, und die Völker könnten sich untereinander helfen.

Tiere können bei seelischen Krankheiten helfen

Tiere können nach Ansicht von Experten bei der Heilung seelischer Krankheiten wie Depressionen, Suchterkrankungen oder Angststörungen eine wichtige Rolle spielen. Durch den Kontakt mit Tieren öffneten sich Patienten leichter für andere Menschen und gegenüber Therapien, sagte der Psychotherapeut Andreas Wessels am Sonnabend am Rande eines Symposiums von der Medizinischen Hochschule Hannover. Die Patienten würden etwa durch Zoobesuche „weicher“ in ihrer Gefühlswelt und blockten ärztliche Kontaktaufnahmen weniger ab: „Das ist ein langanhaltender Effekt.“ Wessels ist Referent des Direktors in der Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie. Gerade Hunde seien so etwas wie soziale Türöffner, erläuterte Wessels.