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Biologie: Neue Buchstaben für das Erbgut von Bakterien ++ Raumfahrt: Berliner Studenten testen Experimentalrakete ++ Verkehr: Schwangere haben mehr schwere Autounfälle

Neue Buchstaben für das Erbgut von Bakterien

US-Forscher haben das Millionen Jahre alte Alphabet des Lebens um zwei Buchstaben erweitert. Im Labor haben sie ein Bakterium hergestellt, dessen Erbgut nicht wie üblich aus den vier Basen Adenosin, Cytosin, Guanin und Thymin aufgebaut ist, sondern aus sechs Basen. Auf diese Weise, so Denis Malyshev vom Scripps Research Institute in La Jolla, könne man gezielt Lebewesen mit bestimmten Eigenschaften entwerfen. Doch vorläufig ist das Theorie: Die synthetischen Basen erfüllen bislang keine neue Funktion – wie bei einem deutschen Text, in den chinesische Schriftzeichen eingestreut sind.

Berliner Studenten testen Experimentalrakete

Studierende der Technischen Universität Berlin haben auf dem Testgelände der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung erfolgreich eine Experimentalrakete getestet. Die 1,34 Meter lange und 3,6 Kilogramm schwere „Decan-X“ stieg in Horstwalde südlich von Berlin in elf Sekunden auf 603 Meter Höhe. Es handelt sich nicht um eine Forschungsrakete, sondern um eine Lehrveranstaltung: Studenten sollen die Entwicklung und Erprobung von Trägerraketen erlernen. Die Rakete landete – unbeschädigt für weitere Versuche – an einem Fallschirm.

Schwangere haben mehr schwere Autounfälle

Im zweiten Drittel ihrer Schwangerschaft steigt das Risiko von Frauen, an einem schweren Verkehrsunfall mit medizinischer Notversorgung beteiligt zu sein, deutlich an. Das ergab eine Analyse von Wissenschaftlern aus dem kanadischen Toronto. Die Studie beachtete aber nicht, wer Verursacher der Unfälle war. Die Ergebnisse unterstrichen die Bedeutung guter Vorsorge und zeigten, dass sicheres Fahren zu einer guten Schwangerenvorsorge gehört, sagen die Forscher. Absolut betrachtet haben Schwangere aber immer noch weniger Unfälle als gleich alte Männer.