Gesundheit

Schlaganfall: Jedes Jahr sind 14.000 junge Erwachsene betroffen

Ein Schlaganfall kann auch Kinder und Jugendliche treffen.

Davor hat die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe am Freitag anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens gewarnt. Pro Jahr seien bis zu 14.000 Erwachsene unter 50 Jahre und 300 Kinder betroffen. Häufig werde dies zu spät bemerkt.

Die Schlaganfall-Hilfe wurde 1993 vom Aufsichtsratsmitglied des Bertelsmann-Konzerns, Liz Mohn, gründet. Anlass war die Verdachtsdiagnose Schlaganfall bei ihrem damals jugendlichen Sohn. Zu ihren Zielen gehöre es, dass jeder Bürger die Anzeichen der Erkrankung kenne, sagte Mohn. Dazu gehören zum Beispiel Seh- und Sprachstörungen und Lähmungserscheinungen. Betroffene sollten sich so schnell wie möglich behandeln lassen, da das Gehirn sonst weiter geschädigt werden könne, sagte der Neurologe und Vorstand der Berliner Charité, Karl Max Einhäupl. Er ist Berater der Stiftung.

Anders als noch zu Beginn der 90er-Jahre ist die Erkrankung heute behandelbar, wie Einhäupl sagte. Zu verdanken sei das auch der Arbeit der Schlaganfall-Hilfe: Sie habe etwa den Aufbau von Spezialstationen in Kliniken vorangetrieben und das Thema in der Gesellschaft publik gemacht. Über Risiken wie Übergewicht und zu wenig Bewegung aufklären will Moderatorin Verona Pooth. Sie ist seit Jahren Botschafterin der Stiftung. 70.000 Menschen erleiden nach Angaben der Stiftung jedes Jahr in Deutschland einen Schlaganfall.