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Umwelt: Meeresspiegel steigt - Bewohner von Kiribati sollen umziehen

Umwelt

Meeresspiegel steigt - Bewohner von Kiribati sollen umziehen

Für den Fall eines weiteren Anstiegs des Meeresspiegels erwägt die Regierung des Pazifik-Staates Kiribati eine ungewöhnliche Notlösung: Die Umsiedlung der gesamten Bevölkerung nach Fidschi. Das Kabinett stimmte einem Plan des Präsidenten Anote Tong zu, ein größeres Stück Land auf der Fidschi-Hauptinsel Viti Levu zu erwerben. Es handle sich dabei um ein fruchtbares Gebiet, das alle 103.000 Kiribatier versorgen könne. Kiribati besteht aus einigen Dutzend Atollen von zum Teil weniger als einem Meter Höhe. Fidschi dagegen ist ein Staat aus hohen Vulkaninseln.

Neurologie

Computer lesen Hirnsignale in Sekundenschnelle

Neue technische Systeme können die Hirnsignale von gelähmten Patienten in Sekundenschnelle entschlüsseln und in Aktionen umsetzen. Entwickelt wurden solche Computer von Neurophysiologen der Charité und Wissenschaftlern der TU Berlin. Mit früheren Varianten sogenannter Brain-Computer Interfaces war es Betroffenen möglich, in einem langen Training etwa die Bedienung von Software zu erlernen. Nun wollen die Forscher den Prozess verkürzen: Es soll nicht mehr der Nutzer spezielle Hirnsignale für den Computer erzeugen, sondern der Computer lernt, Elektroenzephalogramme (EEG) zu entschlüsseln.

Kreislauf

Schwimmen hilft gegen hohen Blutdruck

Wer nur leicht erhöhte Blutdruckwerte hat, muss nicht gleich medikamentös behandelt werden. Oft helfen schon Veränderungen des Lebensstils, zum Beispiel Abbau von Übergewicht, ein geringerer Salzkonsum oder Ausdauersport wie regelmäßiges Schwimmen. Gerade für ältere oder übergewichtige, untrainierte Menschen, die ja oft auch Gelenkprobleme haben, sei Schwimmen sehr gut geeignet, empfiehlt Norbert Smetak, Vorsitzender vom Bund Niedergelassener Kardiologen.

Gefäßkrankheiten

Stickstoffmonoxid soll Schlaganfall-Patienten helfen

Münchner Forscher haben ein Therapiekonzept entwickelt, das bei Schlaganfällen zu einer besseren Durchblutung des Gehirns führen könnte. Im Tierversuch war die Therapie bereits erfolgreich. Bei einem Schlaganfall kommt es, meist wegen eines Blutgerinnsels, zu einer Minderdurchblutung des Gehirns, wodurch Nervenzellen absterben. Für die meisten Betroffenen gibt es bislang keine Therapie, um die schweren Folgeschäden zu vermeiden. Nun zeigte sich, dass das Einatmen von Stickstoffmonoxid die Durchblutung des Gehirns nach einem Schlaganfall verbessern kann.