Recht

"Test": Googles neuer Datenschutz bringt Kunden nicht viel

Die Zusammenführung seiner über 60 verschiedenen Datenschutzbestimmungen, die der Internetkonzern Google zum 1. März vorbereitet, sind nur auf den ersten Blick ein Vorteil für die Kunden.

"Google bleibt in den Formulierungen auffällig vage und räumt sich auf diese Weise weitreichende Rechte ein, die nach deutschem Recht angreifbar sind", urteilt die Stiftung Warentest in ihrem Online-Portal "Test.de". Die Erklärung wimmele von äußerst dehnbaren Formulierungen wie "möglicherweise" (15 Mal) und "gegebenenfalls" (zehn Mal). Dies zeige beispielhaft die Klausel, die zukünftig die umfassende Profilbildung ermöglichen soll: "Unter Umständen verknüpfen wir personenbezogene Daten aus einem Dienst mit Informationen und personenbezogenen Daten aus anderen Google-Diensten." Damit wisse ein Nutzer nicht, ob und wann es zu einer Verknüpfung kommt und ob er jemals etwas davon erfährt. Der neuen Datenschutzerklärung fehle die versprochene "höchstmögliche Transparenz", auch wenn sie besser strukturiert und verständlicher geworden sei. Die Stiftung Warentest empfiehlt Nutzern, die einer umfassenden "Durchleuchtung" durch Google gegensteuern möchten, ihre Internetaktivitäten zu verteilen. Schließlich gebe es viele Anbieter für Internetsuche, Bildportale, soziale Netzwerke, Nachrichtendienste. Zudem sollten Cookies regelmäßig gelöscht werden. Weitere Hinweise gibt "Test" online. BM

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