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Navigation: Open Street Map fast so gut wie kostenpflichtige Profikarten

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Open Street Map fast so gut wie kostenpflichtige Profikarten

Ähnlich wie bei Wikipedia gibt es Internetnutzer, die Karten erstellen und bei www.openstreetmap.org (OSM) einstellen. OSM kann inzwischen recht gut mit kommerziellen Konkurrenten mithalten, die Fehlerquote sei vergleichsweise gering, urteilen Forscher der Universität Heidelberg. Open Street Map fehlen demnach noch neun Prozent der Daten, die die Navigationsprofis bereitstellen. Die Forscher rechnen damit, dass diese Lücke bis Ende 2012 geschlossen ist. Schwierigkeiten gibt es allerdings noch mit der Markierung von Abbiegeverboten, die für Autofahrer bei der Routenplanung besonders wichtig sind - hier könne es noch einige Jahre dauern, bis OSM die Konkurrenz eingeholt hat. An anderen Stellen sind die von der Community erstellten Daten sogar umfangreicher, etwa bei Rad- und Fußgängerwegen.

Atlantik

Im Nordatlantik sterben massenweise Seehundbabys

Das Eis an den Orten, an denen Seehunde ihre Jungen zur Welt bringen, wird dünner. Oft sterbe eine ganze Generation von Jungen, weil sie auf den Schollen keinen Halt fänden und ertränken. Das ergab eine Studie der Duke University (North Carolina). Normalerweise suchen sich Seehunde zur Aufzucht im Februar und März die dicksten Eisschollen. Dort bringen die Weibchen ihre Babys zur Welt und betreuen sie, bis sie schwimmen können. Doch in den vier populären Geburtsstätten der Seehunde im Nordatlantik sei die Eisdecke seit 1979 pro Jahrzehnt um sechs Prozent dünner geworden, schlossen die Wissenschaftler aus Satellitenbildern. Ob sich die Seehunde an das wandelnde Klima anpassen können, sei unklar. Es gebe Anzeichen dafür, dass die Tiere sich neue Kinderstuben suchen, aber noch überwiege die Zahl der Todesfälle die der überlebenden Jungtiere, so die Forscher im Journal "Plos one".

Tiere

Singvögel erkennen ihre Verwandten am Geruch

Eine Studie von Bielefelder Verhaltensforschern hat ergeben, dass Zebrafinken ihre Verwandten am Geruch erkennen. In einem Experiment sollten Jungtiere ihr Lieblingsnest wählen. Der eine Nistplatz enthielt Fasern und Kot der Brutstätte, wo sie geboren wurden, das zweite Angebot stammte aus einem Nest, in dem die Tiere kurz nach dem Schlüpfen mit fremden Vögeln aufgezogen worden waren. Ergebnis: Die Testküken verbrachten mehr Zeit in der Nähe des Nistplatzes, der nach Eltern und Geschwistern roch. Sie bevorzugten ein Nest umso stärker, je mehr Geschwister darin gelebt hatten. Die Ergebnisse ließen sich auch auf andere Singvögel übertragen, so Tobias Krause und Barbara Caspers in den "Biology Letters".

Antarktis

Neue Yeti-Krabben im Antarktiswasser entdeckt

In der Tiefsee vor der Antarktis haben Forscher ein bizarres Ökosystem entdeckt. "Yeti-Krabben" bedecken hier den Seeboden lückenlos, auch einen vermutlich neuen Oktopus hat ein U-Boot fotografiert. Das Leben findet sich um heiße untermeerische Quellen, aus denen (unter hohem Druck) Wasser mit rund 380 Grad Celsius strömt, schreibt das Forscherteam von der Universität in Oxford im Fachjournal "Plos Biology".