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Ernährung: Unreife Tomaten enthalten gefährlichen Giftstoff

Ernährung

Unreife Tomaten enthalten gefährlichen Giftstoff

Rotfleischige Tomaten, die jetzt nicht mehr an der Pflanze reif werden, sollten möglichst selten in grünem Zustand verzehrt werden. Denn die unreifen Früchte enthalten pro 100 Gramm bis zu 30 Milligramm gefährliches Solanin. Es kann bei einer verzehrten Gesamtmenge von mehr als 400 mg zum Tode führen. Darauf weist der Infodienst Landwirtschaft - Ernährung - Ländlicher Raum in Schwäbisch Gmünd hin. Es hilft demnach kaum, unreife rote Tomaten milchsauer einzulegen, süß-sauer zu konservieren oder einzukochen. Das verringere den Solanin-Anteil nur geringfügig. Kaum noch messbar sei Solanin dagegen in noch nicht voll ausgereiften Früchten, die sich bereits gelblich aufgehellt haben.

Medizin

Immer mehr Deutsche leiden an Hellem Hautkrebs

Heller Hautkrebs ist in Europa rund 30 Prozent häufiger als bisher angenommen. Das geht aus ersten Auswertungen der seit 2008 laufenden "Epiderm"-Studie in neun europäischen Ländern hervor. Allein in Deutschland gibt es demnach Jahr für Jahr 250 000 Neuerkrankungen, Tendenz steigend um fünf bis sieben Prozent pro Jahr. Zwar führt Heller Hautkrebs nicht so oft zum Tode wie Schwarzer Hautkrebs, aber er ist rund zehn Mal häufiger und kaum bekannt.

Tierwelt

Der brutalste Schmarotzer der Vogelwelt heißt Honiganzeiger

Der afrikanische Honiganzeiger wartet in der Tiefe der Erdhöhlen seiner Wirtseltern auf seine schlüpfenden Stiefgeschwister und tötet sie dann mit seinem scharfen Hakenschnabel. Die versteckten, unterirdischen Morde wurden jetzt erstmals gefilmt, berichten Forscher der Universität Cambridge im Journal "Biology Letters". Die Biologen platzierten kleine Infrarotkameras in Nester von Wirtsvögeln der Honiganzeiger. Die Kameras konnten das Geschehen, von dem zuletzt vor 60 Jahren berichtet worden war, erstmals in allen Details dokumentieren. Das Schicksal der jungen Wirtsvögel wendet sich schon, wenn ein Honiganzeiger der Gattung Indicator sein Ei in ihr Nest legt. Bevor er wieder verschwindet, pickt er alle anderen Eier an, sodass zwei Drittel aller Küken erst gar nicht schlüpfen.

Suchtbericht

Synthetische Drogen auf Platz zwei nach Cannabis

Synthetische Drogen sind weltweit auf dem Vormarsch. Aufputschmittel auf Amphetaminbasis - Amphetamine, Methamphetamine und Ecstasy - sind nach Cannabis die am häufigsten konsumierten Drogen der Welt, berichtete das UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung in Bangkok. Die Produktion weite sich aus, vor allem in Westafrika und Südostasien. Die Zahl der Nutzer dieser relativ günstigen und leicht herzustellenden Drogen habe sich auf hohem Niveau stabilisiert, heißt es in dem Bericht über synthetische Drogen, den das Büro alle drei Jahre vorlegt. Nach Angaben des UN-Büros sterben durch illegale Drogen etwa 200 000 Menschen im Jahr, durch Alkoholmissbrauch 2,5 Millionen und durch Tabakkonsum fünf Millionen Menschen.

Schönheitschirurgie

Botox kommt für die meisten Frauen nicht infrage

Falten einfach wegspritzen: Das ist für die Mehrheit der Frauen in Deutschland keine Option. Einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg zufolge kommt für mehr als zwei Drittel (70,1 Prozent) der Befragten eine Faltenbehandlung mit Botoxspritzen auf keinen Fall infrage. Knapp die Hälfte (48,3 Prozent) setzt für ein faltenarmes Gesicht lieber auf gesunde Ernährung. Etwa jede vierte Frau (23,9 Prozent) trinkt aus diesem Grund so gut wie keinen Alkohol, jede fünfte (19,7 Prozent) meidet möglichst die Sonne. Nur 2,1 Prozent der Frauen haben sich der Umfrage zufolge schon einmal schönheitschirurgisch behandeln lassen, und nur 1,1 Prozent sind ihre Falten bereits mit Botox angegangen.