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Gesundheit: Johanniskraut wirkt nur in ausreichender Dosierung

Gesundheit

Johanniskraut wirkt nur in ausreichender Dosierung

Johanniskraut, das viele Menschen gegen im Herbst auftretende depressive Verstimmungen einnehmen, ist nur in ausreichender Dosierung wirksam. "Johanniskraut-Extrakte sind eine wichtige Behandlungsoption gegen Depressionen. Die meisten freiverkäuflichen Nahrungsergänzungsmittel mit Johanniskraut sind hingegen unterdosiert und damit praktisch wirkungslos", erklärt Erika Fink von der Bundesapothekerkammer. Pro Tag sollten mindestens 600 bis 900 Milligramm eines standardisierten Johanniskraut-Extrakts eingenommen werden. Für die Selbstmedikation gebe es rezeptfreie Arzneimittel. Ihre Wirkung setze bei regelmäßiger Einnahme erst nach ein bis zwei Wochen ein.

Medizin

Spezieller Tomograf hilft bei Suche nach Fieberursache

Wenn bei anhaltendem Fieber die Suche nach dem Krankheitsherd erfolglos bleibt, kann ein neues Verfahren hilfreich sein. Dabei werden dem Patienten radioaktiv markierte Zuckermoleküle in die Vene gespritzt, so Mediziner Stefan Gratz in der "Deutschen Medizinischen Wochenschrift". Ihre Verteilung im Körper kann danach mit einem Positronen-Emissions-Tomografen (PET) sichtbar gemacht werden. Mit dem Gerät kann man erkennen, in welchen Organen sich die Zuckermoleküle anreichern. Oft seien es Krankheitsherde, denn die dort versammelten Entzündungszellen hätten einen erhöhten Energiebedarf, den sie durch Zucker deckten.

Große Verletzungen mit Stammzellen behandelbar

Stammzellen der Haut können gezielt aktiviert werden, um große Verletzungen zu heilen. "Bei schweren Verletzungen oder wenn Gewebestücke fehlen, helfen wir dem Organismus auf die Sprünge, indem wir die Stammzellen stimulieren oder direkt in die Wunde bringen", sagte Professor Augustinus Bader vom Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum der Universität Leipzig. Die Haut regeneriere schnell mit kosmetisch sehr guten Ergebnissen, die Wunden heilten narbenfrei. Bei dem Verfahren werden die eigenen Stammzellen des Patienten genutzt. Deshalb stoße der Körper sie nicht ab.

Ernährung

Ungesundes Essen erhöht Risiko von Depressionen

Einseitige Ernährung vorwiegend aus industriell verarbeiteten und fettreichen Lebensmitteln erhöht das Risiko, an einer Depression zu erkranken. Das ergab eine Studie, die im "British Journal for Psychiatry" veröffentlicht wurde. Für die Studie werteten die Forscher vom University College London die Daten von 3500 Londoner Beamten aus. Bei Liebhabern der schnellen Küche lag das Risiko, an Depression zu erkranken, um 58 Prozent höher, bei einer ausgewogenen Ernährung sank das Risiko um 26 Prozent.