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Wellness: Grasduft entspannt

Wellness

Grasduft entspannt

Der Duft von geschnittenem Gras soll Menschen künftig entspannter und glücklicher machen. Australische Forscher haben ein Spray entwickelt, das die negative Wirkung von Stress auf das Nervensystem reduzieren soll. Die Entwicklung basiert auf Erkenntnissen, denen zufolge beim Schneiden von Gras und grünen Blättern mindestens fünf Chemikalien freigesetzt werden, die stress-abbauende Eigenschaften haben sollen. Das Spray enthält drei dieser Stoffe. Der Duft wirkt nach Angaben des Australisch-Neuseeländischen Hochschulverbunds direkt auf das Gehirn, insbesondere auf zwei für Emotion und Gedächtnis verantwortlichen Regionen. Die beiden Hirnareale sind unter anderem an dem Hormonsystem beteiligt, das die Ausschüttung von Stresshormonen steuert. Das Spray entwickelte Nick Lavidis von der Universität von Queensland in Brisbane.

Gesundheit

Verkehrslärm treibt Blutdruck

Die Nähe zu vielbefahrenen Straßen trägt bei Erwachsenen jungen und mittleren Alters zur Entstehung von Bluthochdruck bei. Senioren scheinen gegenüber dem Verkehrslärm dagegen weniger empfindlich zu sein, ergab eine schwedische Studie mit 28 000 Teilnehmern. Schon ein Straßenlärmpegel von 60 Dezibel - was etwa einer normalen Unterhaltung entspricht - wirkt sich bei den jungen Erwachsenen auf Blutdruck, Pulsschlag und die Konzentration von Stresshormonen aus, was wiederum das Risiko von Schlaganfall und Herzinfarkt erhöht, berichtet Theo Bodin von der Universitätsklinik Lund im Fachblatt "Environmental Health".

Zu Sorglos mit Medikamenten

Die Menschen gehen zu sorglos mit Medikamenten um, ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse. Jeder Achte der Befragten aus Hessen, Rheinland Pfalz und dem Saarland liest selten oder nie den Beipackzettel. Zehn Prozent sagten, sie hätten schon mehrmals verschreibungspflichtige Medikamente genommen, die gar nicht für sie bestimmt waren. Unter den 18- bis 25-jährigen war es sogar fast jeder Fünfte. Knapp jeder Vierte nimmt mehrmals oder häufig verschreibungspflichtige Medikamente von früheren Erkrankungen, ohne das mit dem Arzt abzusprechen.

Atomkraft

Fast ein Drittel mehr Müll

Längere Laufzeiten für die Atomkraftwerke in Deutschland würden die Menge des anfallenden Atommülls nach einer Berechnung der Bundesregierung massiv erhöhen. Blieben alle in Betrieb befindlichen Meiler acht Jahre länger als geplant am Netz, würde die Gesamtmenge der durch Abfall anfallenden Radioaktivität gegenüber dem geplanten Ausstiegsszenario um 28 Prozent steigen, ergab eine Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen. In der Antwort beziffert die Regierung den bis Ende 2007 angefallenen Atommüll auf insgesamt 5832 Tonnen.AFP