Medizin

33 Millionen Menschen mit Aids infiziert

Weltweit leben rund 33 Millionen Menschen mit dem Aids-Erreger HIV im Blut. Jeden Tag stecken sich rund 7500 Menschen neu an, wie das Aids-Programm UNAids der Vereinten Nationen gestern in New York berichtete.

- Die globale Aidsepidemie stabilisiere sich auf einem "inakzeptabel hohen" Niveau. 2007 seien etwa zwei Millionen Menschen an den Folgen der Immunschwäche gestorben, rund 2,7 Millionen infizierten sich neu, heißt es im Weltaidsbericht 2008. Nach wie vor können Medikamente den Ausbruch der unheilbaren Krankheit nur verzögern. Afrika ist weiter Zentrum der Epidemie: Dort leben zwei von drei Betroffenen (67 Prozent), dort starben 2007 drei von vier Aids-Opfern (72 Prozent). Die Zahl infizierter Kinder unter 15 Jahren erreichte im vergangenen Jahr weltweit mit über zwei Millionen einen neuen Höchststand, 270 000 Kinder starben an Aids , 370 000 infizierten sich neu.

In Deutschland hatte das Robert-Koch-Institut für 2007 insgesamt 2752 HIV-Neuinfektionen registriert, vier Prozent mehr als 2006. Die Zahl der Erstdiagnosen hat sich damit seit 2001 beständig erhöht. Betroffen sind hierzulande vor allem homosexuelle Männer.