Skeptiker-Verein will mehr Schutz auf Psychomarkt

Die "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften" (GWUP) feiert ihr 20-jähriges Bestehen.

Darmstadt - Die "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften" (GWUP) feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Der Zusammenschluss von 780 Naturwissenschaftlern, Ingenieuren, Ärzten und Zauberkünstlern stellt ab morgen in Darmstadt Psychotechniken auf den Prüfstand seines Jubiläumskongresses. Damit soll die Diskussion um besseren Verbraucherschutz auf dem Psychomarkt belebt werden.

"Wir haben bis heute keinen sicheren Beleg für nicht natürliche Einwirkungen auf Dinge, die auf der Erde passieren", sagte der GWUP-Gründer Amardeo Sarma. Er bezeichnete den Aufklärungsbedarf als enorm. In den Medien, vor allem im Internet, werde intensiv und ungeprüft über vermeintlich Übersinnliches berichtet. Bereits Kinder sollten mehr als bisher zu kritischem Denken erzogen werden. Handlungsbedarf bestehe auch in der Politik, sagte Sarma. So würden in der Medizin fragwürdige Methoden finanziell gefördert. So gebe es bisher keine Belege für die Wirkung homöopathischer oder anthroposophischer Medikamente. Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten wie Wünschelrutengänger scheiterten regelmäßig bei wissenschaftlichen Tests. KNA