17.000 Tote in Kliniken durch Ärztepfusch

Bis zu 17.000 Patienten sterben jedes Jahr wegen Behandlungsfehlern in deutschen Krankenhäusern.

Berlin - Bis zu 17.000 Patienten sterben jedes Jahr wegen Behandlungsfehlern in deutschen Krankenhäusern. Das geht aus der gestern in Berlin vorgestellten Studie Patientensicherheit 2007 hervor. Demnach sterben jährlich durch falsche Behandlung, mangelnde Sorgfalt und Schlampereien bis zu 17.000 Krankenhauspatienten. Frauen sind häufiger als Männer betroffen. Der Forschungsbericht des Aktionsbündnisses Patientensicherheit wurde vom Gesundheitsministerium finanziert. Insgesamt zählten deutsche Kliniken 2006 rund 17 Millionen Fälle. Warum Frauen häufiger als Männer betroffen sind, konnte der Vorsitzende des Aktionsbündnisses, Matthias Schrappe, nicht erklären. Es sei zu vermuten, dass dafür die höhere Leidensfähigkeit von Frauen verantwortlich sei. Diese meldeten sich häufig erst dann, wenn es zu spät sei, etwa bei allergischen Reaktionen auf ein Medikament. International gesehen befindet sich Deutschland mit diesen Zahlen im Mittelfeld. Laut Studie sterben in den USA sogar 44.000 bis 98.000 Patienten durch vermeidbare Fehler. AP