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Amazon: Gericht weist Klage von Ex-Betriebsräten zurück ++ Lufthansa: Sondierungsgespräch mit Gewerkschaft ohne Ergebnis ++ Unternehmen: Stimmung in der deutschen Wirtschaft sinkt ++ Kino: Chinesen beteiligen sich an „Mission impossible“

Gericht weist Klage von Ex-Betriebsräten zurück

Vier frühere Betriebsräte des Online-Händlers Amazon sind mit einer Klage gegen befristete Arbeitsverträge gescheitert. Das Arbeitsgericht Brandenburg/Havel habe die Klagen abgewiesen, da keine Benachteiligung zu erkennen gewesen sei, sagte ein Gerichtssprecher am Mittwoch. Die Kläger hatten eine Weiterbeschäftigung am Standort Brieselang (Brandenburg) verlangt. Unterstützung bekamen sie von der Gewerkschaft Verdi. Diese kritisiert die Befristungspraxis von Amazon. Man wolle nun die Urteilsbegründung abwarten und beraten, ob Berufung eingelegt werde, sagte ein Verdi-Sprecher. Unterdessen hat die Gewerkschaft die Streiks bei Amazon ausgeweitet.

Sondierungsgespräch mit Gewerkschaft ohne Ergebnis

Bei der Lufthansa gibt es noch Hoffnung, den für die kommende Woche angekündigten Streik der Flugbegleiter abzuwenden. Bei einem Sondierungsgespräch am Mittwoch habe man über mögliche Themen und Teilnehmer einer erneuten Verhandlungsrunde gesprochen, berichtete der Chef der Kabinengewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, hinterher. Man habe sich „ergebnisoffen“ getrennt und zunächst keinen Termin vereinbart. Die Flugbegleiter wollen nach der gescheiterten Schlichtung am 1. Juli erstmals für auskömmliche Betriebs- und Übergangsrenten streiken und dann den Arbeitskampf tageweise bis in den September fortführen.

Stimmung in der deutschen Wirtschaft sinkt

Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im Juni verschlechtert. Der viel beachtete monatliche ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft sank von 108,5 Punkten im Mai auf 107,4 Punkte, wie das ifo-Forschungsinstitut am Mittwoch in München mitteilte. „Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft sind gedämpft“, erklärte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Der Indikator für die aktuelle Geschäftslage fiel nach drei Anstiegen in Folge von 114,3 Punkten im Mai auf 113,1 Punkte im Juni. Die Erwartungen trübten sich zum dritten Mal ein: Der entsprechende Indikator sank von 103,0 Punkten auf 102,0 Punkte.

Chinesen beteiligen sich an „Mission impossible“

Der größte chinesische Online-Händler Alibaba folgt dem Trend chinesischer Investoren und beteiligt sich erstmals an einem Hollywoodfilm. Die Medien-Tochter der Internetplattform, Alibaba Pictures Group, wird in den neuen „Mission: Impossible“-Streifen investieren, wie sie am Mittwoch nach einer Übereinkunft mit dem US-Filmproduktionsgiganten Paramount Pictures verkündete. Welche Summe die Chinesen in den Streifen stecken wollen, blieb geheim. „‚Mission: Impossible – Rogue Nation‘ ist unser erster Schritt hin zur Internationalisierung, und Alibaba Pictures hält Ausschau nach weiteren internationalen Filmstudios“, so das Unternehmen.