US-Banknoten

US-Finanzminister: Zehn-Dollar-Schein wird wieder weiblich

Erstmals seit mehr als einem Jahrhundert wird demnächst wieder das Konterfei einer Frau einen Dollar-Schein zieren.

Im Jahr 2020 würden Zehn-Dollar-Scheine mit einer Frau in Umlauf gebracht, teilte US-Finanzminister Jacob Lew in Washington mit. Anlass sei der 100. Jahrestag der Einführung des Frauenwahlrechts durch den 19. Verfassungszusatz in den Vereinigten Staaten. Wem die Ehre zuteil wird, soll nach Angaben Lews im Laufe des Jahres nach einem Dialog mit den Bürgern entschieden werden. Dieser Austausch soll vor allem über das Internet geschehen. Voraussetzung sei, dass die Frau sich für die Demokratie eingesetzt habe. Die US-Geldscheine seien „ein Weg für unser Land zu sagen, wer wir sind und wofür wir uns einsetzen“, erklärte Lew. Mit den Konterfeis großer Führungspersönlichkeiten würden die Vergangenheit des Landes gewürdigt und die Werte der USA zum Ausdruck gebracht.

Die aktuellen US-Banknoten werden alle von bekannten – ausnahmslos männlichen und weißen – Politikern aus der Geschichte des Landes geziert, darunter auch mehrere US-Präsidenten. Bislang zierten lediglich zwei Mal in der US-Geschichte die Bilder von Frauen Banknoten: Martha Washington, die Ehefrau des ersten US-Präsidenten, war Ende des 19. Jahrhunderts auf Dollar-Scheine gedruckt worden. In den 1860er-Jahren prangte ein Bild der Ureinwohnerin Pocahontas ein paar Jahre lang auf 20-Dollar-Scheinen.