Handel

Karstadt-Beschäftigte fordern Bekenntnis von ihrem Eigentümer

Nach dem Verkauf der konkurrierenden Warenhauskette Kaufhof an den kanadischen Bieter haben die Beschäftigten von Karstadt vom Eigentümer ein klares Bekenntnis zum Unternehmen verlangt.

Vom Eigentümer Signa werde „ein klares Bekenntnis zu Karstadt und zur Weiterentwicklung des Warenhauses erwartet“, erklärten der Gesamtbetriebsrat und die Bundestarifkommission von Karstadt am Mittwoch in Berlin. Mit dem am Montag verkündeten Verkauf der Kaufhof-Warenhäuser an die kanadische Warenhausgruppe Hudson’s Bay waren die Pläne von Karstadt-Eigentümer René Benko gescheitert, Karstadt und Kaufhof zu einer Deutschen Warenhaus AG zusammenzulegen.

Mit Blick auf die Beschäftigten von Kaufhof werde die Übernahme begrüßt, erklärten die Gremien. „Gerade die Karstadt-Beschäftigten wissen, welche Unsicherheiten für Beschäftigte mit angekündigten Verkäufen einhergehen“, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Arno Peukes. Von daher würden die schnelle Verkaufsentscheidung und die Sicherungsabkommen für die Beschäftigten von Kaufhof begrüßt. „Wir hoffen, dass diese Abkommen den Beschäftigten tatsächlich die notwendige rechtliche Sicherheit geben.“

Mit Blick auf Karstadt erklärte Peukes, Gesamtbetriebsrat und Verdi-Bundestarifkommission stünden weiter bereit, „um gemeinsam mit der Eigentümerseite die jetzt notwendigen Veränderungen zu gestalten“. „Dabei gehen wir davon aus, dass der Eigentümer weiterhin zu seinen Aussagen steht und die Chancen für Karstadt als eigenständiges Warenhausunternehmen nutzt.“