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Kabel Deutschland schreibt wieder schwarze Zahlen

Die Vodafone-Tochter Kabel Deutschland profitiert von der wachsenden Nachfrage nach schnellen Internetanschlüssen.

Nach der Übernahme durch den britischen Telekommunikationsriesen schreibt der größte deutsche Betreiber von TV-Kabelnetzen inzwischen auch wieder schwarze Zahlen, wie der Konzern am Montag in München bei der Vorlage der Zahlen für das Geschäftsjahr 2014/2015 mitteilte.

Vor einem Jahr hatte der Kabelnetzbetreiber infolge der rund elf Milliarden Euro schweren Übernahme durch Vodafone noch einen Verlust von 68 Millionen Euro ausgewiesen. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr um 6,3 Prozent auf 2,02 Milliarden Euro. Dabei fuhr der Konkurrent der Deutschen Telekom nach eigenen Angaben insbesondere in ländlichen Regionen Deutschlands die Investitionen für den Netzausbau hoch.

Getrieben ist das Geschäft von Kabel Deutschland vor allem von den schnellen Internetanschlüssen im Kabelnetz. Über das Jahr konnte das Unternehmen, das bundesweit mit Ausnahme der drei Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg vertreten ist, 450.000 neue Internetanschlüsse verkaufen – immer mehr davon mit hohen Geschwindigkeiten von 100 Megabit pro Sekunde (Mbps).

Die Zahl der herkömmlichen TV-Kabelanschlüsse ging etwas zurück. Allerdings konnte Kabel Deutschland bei den bestehenden Kabelkunden auch mehr lukrative Fernsehpakete verkaufen. Vorstandschef Manuel Cubero rechnet weiter mit Zuwächsen: Im laufenden Geschäftsjahr sollen Umsatz und bereinigtes Ergebnis (Ebitda) prozentual jeweils um bis zu neun Prozent wachsen. Letztere Kennzahl stieg im vorigen Geschäftsjahr um drei Prozent auf 940 Millionen Euro.