Griechenland-Krise

Athen hängt sich an Moskau

Das Szenario: Die Verhandlungen mit der Troika scheitern. Griechenland greift nun zum letzten Strohhalm: Es wirft sich in die Arme Russlands und lässt sich von Wladimir Putin mit Milliardenhilfen versorgen. Im Gegenzug bekommen die Russen vielleicht einen Hafen bei Piräus.

Vorteile: Griechenland wäre zumindest kurzfristig seine Geldsorgen los. Außerdem müsste es sich nicht dem geforderten Reformprogramm der Troika unterwerfen. Regierungschef Tsipras hätte seine Wahlversprechen erfüllt.

Nachteile: Russland würde sicher hohe Gegenleistungen fordern. Zugriffe auf Militärbasen oder Häfen etwa oder ein Veto Griechenlands in der EU gegen die Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland. Damit würde sich Griechenland in Europa isolieren. Schon als Tsipras vor einigen Wochen nach Moskau reiste, wurde dies von EU-Politikern kritisiert.

Wahrscheinlichkeit: sehr gering